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Leibniz-Gemeinschaft richtet fünf Forschungsverbünde ein

27.06.2012
Das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft hat jetzt auf Antrag der beteiligten Institute fünf „Leibniz-Forschungsverbünde“ zu zentralen Themen der Wissenschaft für jeweils fünf Jahre eingerichtet.

Es handelt sich um die Forschungsverbünde „Biodiversität“, „Historische Authentizität“, „Nachhaltige Lebensmittelerzeugung und gesunde Ernährung“, „Nanosicherheit“ und „Bildungspotentiale“.

Die Gründung weiterer Forschungsverbünde ist in Vorbereitung. Die Verbünde erhalten jeweils 80.000 Euro als Anschubfinanzierung aus den Mitteln des Impulsfonds des Präsidiums, sind aber im Kern Gemeinschaftsunternehmungen der beteiligten Institute, die sich dabei finanziell und personell besonders engagieren.

Leibniz-Forschungsverbünde sind angelegt als fächergruppenübergreifende und für weitere Kooperationspartner offene, auf ein aktuelles Wissenschaftsproblem ausgerichtete, zeitlich befristete Zusammenschlüsse von Instituten. Die Leibniz-Forschungsverbünde sind damit das Instrument der Leibniz-Gemeinschaft, ihre Forschung strategisch auszurichten und die Kompetenzen von Leibniz-Einrichtungen und weiteren Partnern zu bündeln.

Leibniz-Forschungsverbünde sollen wissenschaftlich und gesellschaftlich hochaktuelle Aufgabenkomplexe aufgreifen und mit einem interdisziplinären Ansatz bearbeiten, der Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften mit Geistes- und Sozialwissenschaften verbindet.

Leibniz-Präsident Karl Ulrich Mayer erklärt, die Leibniz-Gemeinschaft werde „damit in besonderer Weise der Tatsache gerecht, dass alle großen internationalen wissenschaftlichen Herausforderungen wie etwa Bildung, Ernährung, Gesundheit und Ressourcenverfügbarkeit als Querschnittsaufgaben weder von den Geistes- und Sozialwissenschaften noch von den Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften allein abgedeckt werden können.“

Allein am Forschungsverbund „Biodiversität“ sind 21 Leibniz-Institute beteiligt. Beim Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelerzeugung und gesunde Ernährung“ machen zwölf Partner mit: vom Leibniz-Institut für Agrartechnik bis zum Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. „Nanosicherheit“ - fünf Institute - betrifft zum einen das Design und die sichere Anwendung von Nanomaterialien während Herstellung, Verarbeitung und Verwendung; andererseits umfasst sie auch die Herstellung von Sicherheitselementen, z.B. für Medikamente oder Maschinenteile, auf nanotechnologischem Weg. Zwölf Institute werden sich den „Bildungspotentialen“ widmen und dabei unter anderen der ebenso spannenden wie trivialen Frage nachgehen, welche Maßnahmen in der Bildungspolitik eigentlich unter Berücksichtigung aller verfügbaren Hinweise in gesicherter und wissenschaftlich belegter Weise wirksam sind.

Zwei externe Partner, nämlich die Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel, und das Zentrum Moderner Orient, Berlin, beteiligen sich am Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität“. Hier geht es den insgesamt 19 beteiligten Instituten darum, sich mit der intensiven Suche nach dem vermeintlich „Echten“ und dem Bestreben, das „Wahre“ und „Originale“ zu erhalten, auseinanderzusetzen.

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christian Walther
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
Mobil: 0173 / 513 56 69
walther@leibniz-gemeinschaft.de
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de
Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Personen, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.

Christian Walther | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/

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