Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Leibniz-Forschungsverbünde (III von V): „Bildungspotenziale“

11.09.2012
Wie müssen Kindertagesbetreuung, Schule und berufliche Bildung organisiert und gestaltet sein, damit sie das Leistungsvermögen der Bildungsteilnehmer voll ausschöpfen und verbessern ohne dabei herkunftsbedingte Unterschiede weiter zu vergrößern? Wie lassen sich moderne Wissensmedien für informelle Bildungsprozesse nutzen, ohne „digitale Demenzen“ zu erzeugen? Wie lassen sich komplexe Bildungsansätze erfolgreich in der Praxis umsetzen und verankern? Dies sind die zentralen Fragen, denen der Leibniz-Forschungsverbund „Bildungspotenziale“ auf den Grund gehen wird.

Die zukünftige Ausgestaltung und Leistungsfähigkeit des Bildungssystems ist für die wirtschaftliche Entwicklung, den kulturellen Reichtum und den sozialen Zusammenhalt in modernen Gesellschaften sehr wichtig.

Seit den, vor allem durch die PISA-Studien in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Schwächen im deutschen Bildungssystem, bemühen sich zahlreiche Institutionen und Forscher, tragfähige Konzepte für erfolgversprechende Reformen im Bildungssystem zu finden oder zu entwickeln. In der Leibniz-Gemeinschaft ist die Breite und Tiefe wissenschaftlicher Expertise zu Fragen der formellen, institutionenbezogenen Bildung aber auch der informellen Bildung deutschlandweit einmalig.

Zahlreiche Expertinnen und Experten aus Erziehungswissenschaft, Neurowissenschaft, Ökonomie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie, Fachdidaktiken sowie Informationswissenschaften und Informatik forschen hier zu den relevanten Facetten von Bildungspotenzialen. Diese Stärke soll im geplanten Forschungsverbund, an dem mehr als 10 Leibniz-Institute mitwirken, weiter ausgebaut und in systematischer Weise zur gezielten Optimierung der gesellschaftlichen Entwicklung und Nutzung von Bildungspotenzialen beitragen.

Um dies zu erreichen, werden schwerpunktmäßig drei Bündel von Aktivitäten initiiert:

- die grundlagenwissenschaftliche Analyse, wie Bildungsprozesse und Maßnahmen funktionieren, um spezifizierte Änderungen in Bildungsverläufen zu erreichen;
- die empirisch gestützte Klärung, was von den funktionierenden Maßnahmen auch effektiv durchführbar ist;
- die theoretisch begründete und empirisch gestützte Klärung von Möglichkeiten der Umsetzung funktionierender Maßnahmen.

Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes „Bildungspotenziale“ ist Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main. Er wird von einem Leitungsteam unterstützt, dem Prof. Dr. Dr. Friedrich Hesse vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen, Prof. Dr. Olaf Köller vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel, Prof. Dr. Heike Solga vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Prof. Dr. C. Katharina Spieß vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin angehören.

Leibniz-Institute im Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale:
• Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz- Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), Bonn
• Deutsches Institut für Internationales Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt a. M. und Berlin
• Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), Berlin
• Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig
• GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln, Mannheim, Berlin
• ifo-Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
• Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen
• Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN), Magdeburg
• Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel
• Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen
• Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
• Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim

Kontakt:
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung
bildungspotenziale@dipf.de
Tel. 069 24708212

Hintergrund:
Leibniz-Forschungsverbünde sind angelegt als fächergruppenübergreifende und für weitere Kooperationspartner offene, auf ein aktuelles Wissenschaftsproblem ausgerichtete, zeitlich befristete Zusammenschlüsse von Instituten. Die Leibniz-Forschungsverbünde sind damit das Instrument der Leibniz-Gemeinschaft, ihre Forschung strategisch weiter zu entwickeln und die Kompetenzen von Leibniz-Einrichtungen und weiteren Partnern zu bündeln. Leibniz-Forschungsverbünde sollen wissenschaftlich und gesellschaftlich aktuelle Aufgabenkomplexe aufgreifen und mit einem interdisziplinären Ansatz bearbeiten, der Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften mit Geistes- und Sozialwissenschaften verbindet.
Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christian Walther
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
Mobil: 0173/ 5135669
walther@leibniz-gemeinschaft.de
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de
Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Personen, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.

Christian Walther | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie