Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lehrerfortbildungsprojekt Teachers Teaching with Technology (T3)

28.08.2012
Das Lehrerfortbildungsprojekt Teachers Teaching with Technology (T3) ist nun an der Pädagogischen Hochschule Freiburg angesiedelt. Die Vertragsunterzeichung mit Texas Instruments sind abgeschlossen.

Teachers Teaching with Technology (T3) ist ein weltweites Lehrerfortbildungsprojekt, finanziell getragen durch die Firma Texas Instruments, das in Deutschland 1996 gegründet wurde. Ziel des Projektes sind Fortbildungen zur sinnvollen Integration von Technologie im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht sowie die Förderung der didaktischen Forschung an den Hochschulen zum technologieunterstützten Unterricht.

Seit Juli 2012 ist das Projekt an der Pädagogischen Hochschule Freiburg angesiedelt (vorher Universität Münster); es wird von Prof. Dr. Bärbel Barzel und Prof. Dr. Andreas Eichler, beide am Institut für Mathematische Bildung Freiburg (IMBF), organisiert.

Struktur von T3 in Deutschland
In Deutschland ist T3 neben dem Lehrerverband MNU („Der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Unterricht“) das einzige von der Kultusministerkonferenz anerkannte Lehrerfortbildungsprojekt. Während die operative Leitung am IMBF liegt, wird die konzeptionelle Arbeit in einem Steering-Team geleistet, dem momentan acht Personen aus Hochschule und Schule angehören. Die Leitung von T3 wie auch das Steering-Team steuern wiederum Länderkoordinator/innen, die in den Bundesländern T3 vertreten und regelmäßige Fortbildungen für Lehrkräfte anbieten. Während T3 ursprünglich als Fortbildungsprojekt für Lehrpersonen im Schuldienst ausgerichtet war, bietet es nun, zusammen mit der MNU, spezielle Fortbildungsveranstaltungen für Referendar/innen an. Über Deutschland hinaus umfasst T3 ein internationales Netzwerk von Fortbildungsprojekten. Die international ausgerichtete Forschung ist ein weiterer Aspekt dieses Netzwerks.

Konzept von T3 am IMBF
Der Einsatz neuer Technologien im Mathematikunterricht kann und soll dabei unterstützen, dass Schüler/innen die Inhalte und Denkweisen des Faches verstehen, diese nachhaltig produktiv nutzen können sowie das Fach als lebendig und sinnstiftend erleben zu lassen. Um den Nutzen des Einsatzes neuer Technologien als Katalysator für einen modernen Unterricht gewährleisten zu können, werden – als Basis einer fundierten Lehrerfortbildung – persönliche Unterrichtserfahrungen von Schulpraktiker/innen mit wissenschaftlich abgesicherten Ergebnissen vernetzt. Das setzt eine sich stetig entwickelnde Fortbildungstätigkeit voraus, die einerseits inhaltlich-technische Fragen, vermehrt aber auch Fragen der Gestaltung von Unterrichtsprozessen und der adäquaten Multiplikation neuer Erkenntnisse berücksichtigt. Sowohl die Fortbildungen selbst wie auch der tatsächliche Einsatz neuer Technologien sollten stetig in ihrer Wirkung evaluiert werden.
T3 wird in den kommenden Jahren folgende Ziele verfolgen: Weiterentwicklung und Publikation qualitativ hochwertiger Unterrichtsaufgaben und -konzepte; Pflege und Weiterentwicklung eines Disseminationsnetzwerks; Koordination eines Wissenstransfers aus den Bundesländern in die Bundesländer; Weiterentwicklung von Standards für die Moderation von Fortbildungen (Entwicklung von Aufgaben und Methoden, Einsatz neuer Technologien im Mathematikunterricht).
Der Schwerpunkt in Bezug auf die Zielgruppe von T3 war bisher das Gymnasium. Das für diese Schulform bestehende Netzwerk wird weiter gepflegt und bundeslandspezifisch ausgebaut. Eine weitere Aufgabe für die Zukunft ist die Konzeption und Evaluation von Materialien für andere Schulformen (Sekundarstufe I). „Für diese Schulform sollen ausgehend von der Einbindung in das Fortbildungskonzept des IMBF in einzelnen Bundesländern – insbesondere Baden-Württemberg – Programme für den adäquaten Einsatz neuer Medien im Mathematikunterricht entwickelt und pilotiert werden“, so Bärbel Barzel über die kommenden Aufgaben.

T3 befasst sich mit der inhaltlichen und prozessorientierten Fortbildung. Darüber hinaus bestehen singuläre Forschungsprojekte zum Einsatz neuer Technologien. Hier wird die Erweiterung der wissenschaftlichen Begleitung der Ausgestaltung und der Wirkung des Einsatzes neuer Technologien in der Schule sowie der Wirkung von Fortbildungen angestrebt.

T3 basiert einerseits auf der engen nationalen Kooperation von Hochschule, Schule und Bildungsadministration und andererseits auf den internationalen Bezügen im Rahmen von T³ Europe und T³ International. Eine Aufgabe für die Zukunft wird über die Pflege dieser Zusammenarbeit hinaus, die verstärkte Kooperation mit weiteren nationalen und internationalen Institutionen sein.

Helga Epp | idw
Weitere Informationen:
http://www.t3deutschland.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

nachricht Max Planck School of Photonics: Nationales Exzellenznetzwerk für Photonikforschung ausgewählt
04.09.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik