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Klebtechnische Ausbildung in Kooperation mit Fraunhofer Institut

06.02.2009
Die Verbindungstechnik als eine Schlüsseltechnologie der Montage.

Durch die Ausbildung von Schweißfachingenieuren in Zusammenarbeit mit der SLV Fellbach, die seit über 35 Jahren auch Hochschulgästen angeboten wird, hat die Hochschule überregionale Bedeutung gewonnen.

Nun wird das Weiterbildungsangebot auch um die international anerkannten Ausbildungen zum Klebpraktiker und zur Klebfachkraft nach DVS-Richtlinien erweitert. Zu diesem Zweck wurde eine enge Zusammenarbeit mit dem Klebtechnischen Zentrum am Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen vereinbart, eine der führenden Institutionen für die klebtechnische Ausbildung.

Der Kooperationsvertrag wurde im Beisein von Professor Dr. Andreas Groß, dem Leiter des Klebtechnischen Zentrums am IFAM, unterzeichnet. "Für die Klebtechnik an der Hochschule Ulm ist diese Kooperation ein bedeutsamer Meilenstein", so Professor Dr. Christian Dietrich, der vor drei Jahren mit dem Aufbau des Klebtechnikums an der Ulmer Hochschule begonnen hatte.

Seitdem können die Studierenden der technischen Studiengänge als Wahlfach "Einführung in die Klebtechnik mit Labor" belegen. Das Klebtechnikum verfügt über acht Arbeitsplätze und eine hoch moderne Geräteausstattung für die Analytik und die Oberflächenbehandlung. Hierzu gehören unter anderem ein Infrarot-Spektrometer und eine Atmosphären-Plasmaanlage. Mit dem Klebtechnikum erfüllt die Hochschule Ulm sämtliche räumlichen Voraussetzungen für die Ausbildung. Mit dem IFAM weiß sie nunmehr einen starken Partner für die Sicherung und Weiterentwicklung der Ausbildungsqualität an ihrer Seite.

Die Klebtechnik wird in der industriellen Fertigung immer wichtiger. Sie kommt beispielsweise beim Flugzeug- und Automobilbau zum Einsatz. Die geklebten Verbindungen zwischen den einzelnen Bauteilen sind in der Praxis starken Belastungen ausgesetzt, weshalb die Qualität der Klebung höchste Priorität genießt. Sie lässt sich als solche nicht direkt feststellen, sondern nur über den Fertigungsprozess sicherstellen. Aus diesem Grund ist die hochwertige klebtechnische Ausbildung von Fachkräften von besonderer Bedeutung. Zur Sicherung der klebtechnischen Qualität gibt es ein differenziertes Regelwerk des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS) - die DVS-Richtlinie 3310, die auf einer bestimmten Qualifizierungsfolge von Fachpersonal aufbaut: vom Klebpraktiker über die Klebfachkraft bis zum Klebfachingenieur.

Mit dem Klebtechnischen Zentrum des IFAM als Partner wird die Hochschule Ulm nunmehr in doppelter Hinsicht auf dem Weiterbildungsmarkt tätig werden. Zum einen bietet sie ihren eigenen Studierenden und interessierten Mitarbeitern gegen eine Gebühr an, den Fachkunde-Nachweis als DVS-Klebpraktiker bzw. als DVS-Klebfachkraft zu erlangen. Über die Technische Akademie Ulm (TAU) und in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung (Leitung: Dr. Klaus-Dieter Häberle) gilt dieses Angebot auch für Berufstätige und andere Weiterbildungswillige. Diese Lehrgänge werden als ein- bzw. dreiwöchige Blockveranstaltungen in der Hochschule angeboten und sind kostenpflichtig. So wurden im Rahmen einer Pilotveranstaltung bereits Anfang Februar die Mitarbeiter der Montage eines mittelständischen Fahrzeugherstellers aus der Region nach der DVS Richtlinie 3305 zum Klebpraktiker geschult.

Ansprechpartner
Prof. Dr. Christian Dietrich, Fakultät Produktionstechnik und Produktionswirtschaft

Fon 0731/50 28 130; E-Mail: dietrich@hs-ulm.de

Dr. Klaus Dieter Häberle, Koordinierungsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung (KWW); Fon 0731/ 50 28 235; E-Mail: haeberle@hs-ulm.de

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-ulm.de

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