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JobMining@HfTL - HfTL stellt innovatives Konzept zur Bildungsbedarfsanalyse vor

24.02.2012
Die extrem kurzen Technologiezyklen in der ICT-Industrie stellen Unternehmen vor das Problem, Mitarbeiter zeit- und themenadäquat weiter zu qualifizieren.

Für Bildungsanbieter erwächst damit die Herausforderung, relevante Bildungsthemen möglichst frühzeitig zu identifizieren, ökonomisch zu bewerten und ausgewählte Themen in Form geeigneter Leistungsangebote zur Marktreife zu bringen.

Daher wurde an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) das Projekt JobMining@HfTL initiiert. Ziel dieses von Prof. Dr. Frank Bensberg betreuten Forschungsprojekts ist es, mithilfe von Textanalysen aus den Stellenausschreibungen des Jobportals der Deutschen Telekom AG detailliertere Zusammenhänge zu ermitteln. So lassen sich mit einer Stellenanzeigenanalyse viele nützliche Informationen bezüglich der spezifischen Bildungsanforderungen an Bewerber gewinnen. Dieses Wissen kann schließlich von Bildungsanbietern verwendet werden, um Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen effizient und zielgerichtet zu gestalten.

Zur Analyse der Stellenanzeigen wurde auf innovative Technologien des Text Mining zurückgegriffen. Text Mining ist ein weitgehend automatisierbares Analysekonzept, mit dem aus unstrukturierten Daten des Web 2.0 - wie z. B. Webseiten, Blogs oder sozialen Netzwerken – relevantes Wissen gewonnen werden kann. Anders als beim Data Mining, welches mit stark strukturierten Daten arbeitet, liegt die Herausforderung des Text Mining in der statistisch-linguistischen Verarbeitung weitgehend unstrukturierter und großvolumiger Textkollektionen.

Die Analyse der Stellenanzeigen erfolgt im Projekt JobMining@HfTL mit Hilfe der IBM Content Analytics Software, die im Rahmen der IBM Academic Initiative Hochschulen lizenzkostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Diese besitzt unter anderem eine Crawlerkomponente und Dokumentenprozessoren, mit denen Online-Dokumente systematisch durchsucht und weiterverarbeitet werden. Mit Hilfe der Software können z. B. verschiedene Fragestellungen rund um die akademischen Abschlüsse, die fachlichen Ausbildungsinhalte und die zeitliche Entwicklung der geforderten Qualifikationen beantwortet werden.

Die Analysemethodik und erste Ergebnisse des Projekts werden von Prof. Bensberg auf der diesjährigen Multikonferenz der Wirtschaftsinformatik (MKWI 2012) vorgestellt, die vom 29.02. bis zum 2.3.2012 in Braunschweig stattfindet.

Prof. Dr. Frank Bensberg lehrt seit dem Wintersemester 2009/ 2010 an der HfTL im Fachgebiet Wirtschaftsinformatik mit den Schwerpunkten integrierte Anwendungssysteme, Wirtschaftsinformatik und Prozessmodellierung. Seit dem 01. Januar 2012 leitet er das neu gegründete Department für Wirtschaft an der HfTL.

Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig ist eine durch das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der Deutsche Telekom AG. Die HfTL vertritt Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Sie bildet momentan rund 780 Studierende in den direkten, dualen und berufsbegleitenden Bachelorstudiengängen Informations – und Mediendesign, Wirtschaftsinformatik, Kommunikations – und Medieninformatik, Telekommunikationsinformatik sowie dem Masterstudiengang Informations- und Kommunikationstechnik aus.

Torsten Büttner | idw
Weitere Informationen:
http://www.hft-leipzig.de/

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