Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internetplattform soll Berufsweiterbildung erleichtern - Lebensmittel 2.0

10.08.2010
Ob Wikipedia, MeinVZ oder Twitter, überall sind so genannte Web 2.0 Anwendungen an der Tagesordnung. Sozialpsychologin Prof. Dr. Nicole Krämer und Informatikprofessor Dr. Ulrich Hoppe von der Universität Duisburg-Essen (UDE) arbeiten mit verschiedenen Partnern am Projekt FoodWeb 2.0. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit gut 650.000 Euro geförderte Projekt soll die berufliche Weiterbildung in der Ernährungsindustrie ins 21. Jahrhundert holen.

Mitmachen statt nur Zuschauen ist das Zauberwort bei Web 2.0. Denn die Benutzer können selbst etwas zu den Inhalten des Netzes hinzufügen können. Unter Leitung von Prof. Krämer entwickelt die Projektgruppe eine Internetplattform, die diese Technik für die Nahrungsmittelindustrie umsetzt. Warum das gerade bei Fortbildungen interessant ist, liegt für sie auf der Hand: „Durch die Interaktivität werden Mitarbeiter stark motiviert, an solch einer Maßnahme teilzunehmen und sich weiter im Beruf zu qualifizieren.“

Insbesondere in der Lebensmittelbranche ist eine solche Entwicklung sehr wichtig. In diesem Geschäft verändert sich immer wieder etwas. Neue Trends, wie Biofood, kommen auf und mit ihnen neue Richtlinien. Um immer auf dem Laufenden zu sein, müssen sich Fachkräfte ständig informieren. Genau da liegt ein weiteres Problem, das FoodWeb 2.0 angehen soll. „Es wird in Zukunft einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in der Nahrungsindustrie geben“, sagt Projektmitarbeiterin Nicole Sträfling. Um diesem vorzubeugen, sollen mithilfe der Lernplattform qualifizierte Abschlüsse erreicht werden.

Bei dem Projekt arbeiten die Universität und professionelle Weiterbildungseinrichtungen eng zusammen. Dadurch wird FoodWeb 2.0 sowohl Kurse anbieten können, die allein online stattfinden, als auch solche, die zum Teil in den Lehrinstituten durchgeführt werden müssen. „Manche Dinge kann man einfach nur am echten Gerät lernen“, meint Nicole Sträfling dazu.

Von dieser Kooperation profitieren schließlich alle. Die Unternehmen können ihren Angestellten interessante Fortbildungsmaßnahmen anbieten und somit ihre Mitarbeiter fördern. Gleichzeitig ist das Lernen im Internet preiswerter und nicht so zeitaufwändig wie Maßnahmen in einer Weiterbildungseinrichtung. Dieselben positiven Effekte erfahren die Teilnehmer: weniger Reisen, weniger Freizeit, die eingesetzt werden muss, und eine bessere Qualifizierung.

Noch ist das Projekt in den Anfängen, bis 2013 läuft die Förderung des BMBF. In der Zwischenzeit gibt es einiges zu tun. Nicole Sträfling weiß: „Es gibt kein Kochrezept, machen Sie A, B und C, dann geht's.” Also müssen Mitarbeiter und Firmen befragt, erste Entwürfe programmiert und getestet werden und noch vieles mehr. Am Ende soll eine motivierende und hilfreiche Plattform stehen, die alle Teilnehmer anspricht und weiter bringt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Nicole Krämer, Tel. 0203/379-2482, nicole.kraemer@uni-due.de
Prof. Dr. Ulrich Hoppe, Tel. 0203/379-3553, hoppe@collide.info
Nicole Sträfling, Tel. 0203/379-1293, nicole.straefling@stud.uni-due.de
Redaktion: Robin Writsch, Tel. 0203/379-2429

Beate Kostka | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie