Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Kooperation für die Nanosysteme der Zukunft

02.08.2010
Das Internationale Graduiertenkolleg „Materialien und Konzepte für fortschrittliche Metallisierungssysteme“ geht in die zweite Runde

Nach positiver Begutachtung des Internationalen Graduiertenkollegs „Materials and Concepts for Advanced Interconnects“ ist am 29. Juli 2010 die zweite Förderphase des Projektes bewilligt worden. Nach Einschätzung der Gutachter führten die ausgewählten Themen und Methoden in der ersten Förderperiode zu sehr interessanten Forschungsergebnissen und bieten Potenzial, auch in den nächsten 4,5 Jahren neue Erkenntnisse zu erzielen.

Die Gutachter und die Verantwortlichen für Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) konnten sich im Rahmen der Evaluierung des Graduiertenkollegs am 31. März 2010 von den wissenschaftlichen Leistungen der Doktoranden überzeugen. Die Sprecher auf deutscher Seite, Prof. Dr. Thomas Geßner (TU Chemnitz und Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme ENAS), und chinesischer Seite, Prof. Liu Ran (Fudan Universität Shanghai) und Prof. Di Chen (Jiao Tong Universität Shanghai), gaben zunächst einen Überblick über die in Deutschland und China erzielten Forschungsergebnisse, das begleitende Studienprogramm und die wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Im Anschluss daran stellten die Doktoranden und Post-Docs selbst ihre Ergebnisse im Rahmen von vier Vorträgen und 28 Postern dar. Dazu waren 34 gegenwärtige bzw. frühere Doktoranden und Post-Docs angereist, zwölf von ihnen aus China.

In der zweiten Förderperiode wird das Forschungsprogramm hin zu Nanosystemen weiterentwickelt. Dies widerspiegelt sich auch im Titel des Fortsetzungsantrages „Materials and Concepts for Advanced Interconnects and Nanosystems“. Verstärkt wird die deutsche Antragstellergruppe durch Prof. Dr. Oliver Schmidt (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden) sowie Prof. Dr. Manfred Albrecht (Institut für Physik der TU Chemnitz). Beide stellten ebenfalls im Rahmen der Posterpräsentation ihre Schwerpunktthemen vor. Die Gutachter bescheinigten dem Internationalen Graduiertenkolleg (IRTG) nicht nur eine optimale Anbindung der Forschungsthemen an die jeweiligen Universitäten sondern auch an die Industrie, sowohl in Sachsen als auch in China.

Das IRTG startete am 1. April 2006. Es ist das erste internationale Kolleg an der TU Chemnitz überhaupt. In diesem Internationalen Graduiertenkolleg kooperieren die Fakultät für Naturwissenschaften und das Zentrum für Mikrotechnologien (ZfM) der TU Chemnitz mit Partnern der Fudan University in Shanghai, der Shanghai Jiao Tong University, der Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme Chemnitz , dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration Berlin sowie mit der TU Berlin. Für die nächsten viereinhalb Jahre werden Nachwuchswissenschaftler aus den Fachgebieten Physik, Chemie, Materialwissenschaften, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik neue Materialien und Technologien erforschen, die künftig in die Herstellung nanoelektronischer Bauelemente und Nanosysteme münden sollen. Von der DFG wird das Vorhaben mit knapp 4,5 Millionen Euro gefördert. Das Projekt sieht außerdem den Austausch von Studenten zwischen den deutschen und chinesischen Einrichtungen vor. Im Rahmen des Kollegs wurde nicht nur die deutsch-chinesische Kooperation weiter ausgebaut, sondern es wurde auch stark international rekrutiert. Die an der TU Chemnitz arbeitenden Doktoranden kommen unter anderem aus Russland, Rumänien, der Ukraine, Indien und dem Iran. Im Rahmen der ersten 4,5 Jahre haben eine Reihe von Doktoranden ihre Promotionen erfolgreich abgeschlossen. Einige von ihnen sind weiter international aktiv. Beispielsweise arbeiten Dr. Uwe Siegert als Post-Doc an der University of the Free State Bloemfontain in Südafrika und Dr. Xie Qi als Post-Doc an der University Gent in Belgien.

Weitere Informationen erteilt der Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Thomas Geßner, Telefon 0371 531-33130, E-Mail thomas.gessner@zfm.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | idw
Weitere Informationen:
http://www.zfm.tu-chemnitz.de/irtg

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

30.03.2017 | Physik Astronomie

Herzerkrankungen: Wenn weniger mehr ist

30.03.2017 | Medizin Gesundheit

Flipper auf atomarem Niveau

30.03.2017 | Physik Astronomie