Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

International höchst sichtbar: DFG-Forschungszentrum "Regenerative Therapien" wird weitere vier Jahre gefördert

08.10.2009
Dresdner Einrichtung erhält bis Ende 2013 rund 30 Millionen Euro

Das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien an der Technischen Universität Dresden ("Regenerative Therapies: From Cells to Tissues to Therapies - Engineering the Cellular Basis of Regeneration", CRTD) wird nach einer sehr erfolgreichen ersten Förderperiode verlängert und weitere vier Jahre gefördert.

Dies beschloss der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf seiner heutigen Sitzung in Bonn. Damit kann das jüngste der sechs DFG-Forschungszentren seine Arbeiten bis zum 31. Dezember 2013 fortführen. In diesem Zeitraum erhält es insgesamt rund 30 Millionen Euro an Fördergeldern.

Das Dresdner Forschungszentrum war zum 1. Januar 2006 eingerichtet worden und wird seit November 2006 auch in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder als Exzellenzcluster gefördert. Die Einrichtung, in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften zusammenarbeiten, will zunächst grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse in der Regenerations- und der Stammzellbiologie gewinnen und daraus längerfristig neue zelluläre Therapien und Behandlungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Erkrankungen entwickeln. Das Spektrum reicht hierbei von Stoffwechsel-, Krebs- und Immunerkrankungen sowie Erkrankungen des Herzmuskels und der Blutgefäße über Diabetes bis zu Verletzungen im Gehirn und Rückenmark und zum Ersatz von Knochengewebe.

Die bisherige Arbeit des Zentrums auf diesen Gebieten war im Frühjahr dieses Jahres von einer international hochkarätig besetzten Prüfungsgruppe begutachtet worden, die anschließend einstimmig die weitere Förderung des CRTD empfahl. Wie schon die Gutachterinnen und Gutachter hob nun auch der Hauptausschuss der DFG vor allem die exzellente wissenschaftliche Arbeit des Zentrums hervor. Die bereits erzielten Arbeitsergebnisse und die daraus hervorgegangenen Publikationen seien "international höchst sichtbar und beeindruckend". Mit seinem Ansatz und Leistungsvermögen sei das CRTD "einzigartig in Europa" und könne auch weltweit zu den führenden Einrichtungen gezählt werden. Für die hohe internationale Strahlkraft spreche auch, dass 60 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am CRTD aus dem Ausland gewonnen werden konnten. Schließlich habe das Zentrum, an dem neben der Technischen Universität Dresden das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik und zehn weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt sind, auch eine hohe strukturbildende Wirkung für den Wissenschaftsstandort Dresden.

Neben dem nun für eine zweite Förderperiode verlängerten CRTD fördert die DFG fünf weitere Forschungszentren. Die Zentren "Der Ozean im Erdsystem" in Bremen, "Funktionelle Nanostrukturen" in Karlsruhe und "Experimentelle Biomedizin" in Würzburg wurden bereits 2001 eingerichtet und nach zwei sehr erfolgreichen Förderperioden im April dieses Jahres für eine dritte Förderperiode bis Mitte 2013 verlängert. Die Zentren "Matheon - Mathematik für Schlüsseltechnologien" in Berlin und "Molekularphysiologie des Gehirns" in Göttingen wurden 2002 eingerichtet und werden nach ihrer ersten Verlängerung 2006 im kommenden Jahr erneut begutachtet werden. Als völlig neuartiges und besonders strategisch angelegtes Förderinstrument eingeführt, wurden die Forschungszentren mit ihrer gebündelten wissenschaftlichen Kompetenz und ihren Kooperationen zwischen universitären und außeruniversitären Einrichtungen nicht zuletzt auch zum Modell für die Exzellenzcluster in der Exzellenzinitiative. So wie das Dresdner CRTD werden insgesamt vier der sechs Forschungszentren nach entsprechenden Aufstockungsanträgen inzwischen auch als Exzellenzcluster gefördert.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zum Förderinstrument der Forschungszentren sowie eine Liste der geförderten Zentren finden sich unter:

www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/forschungszentren

Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle sind:

Dr. Petra Hintze, Gruppe Lebenswissenschaften 1, Tel. +49 228 885-2552, Petra.Hintze@dfg.de (CRTD fachlich)

Dr. Oliver Wiegner, Gruppe Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren, Exzellenzcluster (SFE),

Tel. +49 228 885-2576, Oliver.Wiegner@dfg.de (CRTD verfahrenstechnisch)

Dr. Klaus Wehrberger, Leiter der Gruppe SFE, Tel. +49 228 885-2355, Klaus.Wehrberger@dfg.de (Forschungszentren allgemein)

Marco Finetti | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/forschungszentren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie