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Initiative EUREKA soll innovative KMU in Europa stärken

06.07.2009
Schavan: "Gerade in der Krise müssen wir in Europa die Chance für mehr Forschung und Innovation nutzen" / Dresdner Konferenz zum Auftakt der deutschen EUREKA-Präsidentschaft

Deutschland will im Rahmen der europäischen Initiative EUREKA Forschung und Innovation stärken und gezielt kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Produkte und Dienstleistungen unterstützen.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan eröffnete am Montag in Dresden die internationale Konferenz "Spitzeninnovation durch internationale Kooperation", die den Auftakt zur deutschen EUREKA-Präsidentschaft bildet. "Gerade in der Krise müssen wir mit EUREKA in Europa und darüber hinaus die Chancen für mehr Forschung und Innovation nutzen.

Wir wollen dafür sorgen, dass neues Wissen möglichst schnell erschlossen und nutzbar gemacht werden kann. Wir müssen gute Ideen, die aus den Unternehmen und Forschungseinrichtungen heraus entstehen, möglichst zügig zur Marktreife bringen. EUREKA ist dafür ein hervorragendes Instrument", sagte Schavan bei der Eröffnung.

Auf Basis der EUREKA-Prinzipien wurde mit dem Förderprogramm Eurostars für forschungstreibende KMU eine besonders gute Möglichkeit geschaffen, um internationale Forschungsprojekte durchzufüh-ren. Die harmonisierten nationalen Förderverfahren der 31 Eurostars-Mitgliedsländer, eine gemeinsame externe Begutachtung und ein zügiges Auswahlverfahren bieten KMUs einen einfachen Einstieg in solche Projekte. Mit Eurostars wird die Innovationskompetenz und Wettbewerbsfähigkeit der KMU nachhaltig gestärkt.

Der Grundgedanke von EUREKA ist es, den Herausforderungen in einem globalen Innovationswett-bewerb durch enge und dynamische Kooperation zwischen den Innovationsakteuren zu begegnen. EUREKA zeichnet sich hier durch flexible multilaterale Zusammenarbeit, die Marktnähe der Koopera-tionsvorhaben und den Bottom-up-Ansatz aus. Schavan sagte: "Diese flexible Förderung von zu-kunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen entscheidend, um Forschungsergebnisse schnell in marktfähige Innovationen umzusetzen."

Die deutsche EUREKA-Präsidentschaft setzt folgende Schwerpunkte: Gezielte Zusammenarbeit mit strategischen Partnern weltweit; Verbesserung der Unterstützung von KMU in internationalen Koope-rationen; insbesondere durch die Stärkung des Umgangs mit dem geistigen Eigentum durch gemein-same Rahmenbedingungen; Nutzung neuer Modelle der Finanzierung von Forschung, Entwicklung und Innovation; Stärkung strategischer Initiativen, internationaler Cluster und Netzwerke; intensive Zusammenarbeit zwischen EUREKA und der EU. Insgesamt soll EUREKA zu einer wichtigen Säule einer europäischen Forschungs- und Innovationsstrategie weiterentwickelt werden. "Im Zeitalter der Globalisierung müssen Wissenschaft und Bildung mehr denn je international ausgerichtet sein, wenn sie ihre Leistungsfähigkeit erhalten und steigern wollen", sagte Schavan.

Führende Vertreter aus internationaler Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren in Dresden gemeinsam über die Handlungsfelder, die Deutschland während seiner einjährigen Präsidentschaft verfolgen und in konkrete Initiativen umsetzen wird. Auf der EUREKA-Ministerkonferenz im Juni 2010 in Berlin werden dann die Ergebnisse des deutschen Vorsitzjahres präsentiert werden.

EUREKA wurde auf Initiative von Frankreich und Deutschland im Jahr 1985 gegründet und bietet den Rahmen für grenzüberschreitende und marktorientierte Kooperationen zu innovativen und strategi-schen Themen. Heute sind 37 europäische Staaten, Israel und die Europäische Kommission in diesem europäischen Forschungsnetzwerk beteiligt. Im jährlichen Wechsel übernimmt ein Mitgliedsland den Vorsitz und koordiniert die politische und strategische Fortentwicklung der Initiative. Für Deutschland ist es die dritte Präsidentschaft nach 1985 und 1999/2000. Inhaltliche Schwerpunkte der grundsätzlich themenoffenen EUREKA-Projekte sind die Informations- und Kommunikationstechnologie, Produktionstechnologie, Neue Werkstoffe sowie Biotechnologie, Energieforschung, Transport und Verkehr sowie Umwelttechnik.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.eureka-chair.de
http://www.bmbf.de/press/2612.php

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