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Industrielle Gemeinschaftsforschung: Nachhaltige Netzwerkbildung für den innovativen Mittelstand

07.08.2013
Aktuelle Ergebnisse der erweiterten Erfolgssteuerung und -kontrolle (ESK) in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) belegen die Wirksamkeit dieser vorwettbewerblichen Forschung und Entwicklung (FuE) zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU): Die IGF steigert die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von KMU. Sie legt den Grundstein für die Beschäftigungssicherung in KMU und für weiterführende FuE-Kooperationen mit anderen Unternehmen. Außerdem unterstützt sie die Netzwerkbildung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Die branchenweite und branchenübergreifende IGF wird seit 1954 im Innovationsnetzwerk der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen und ihrer 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen organisiert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert die IGF mit öffentlichen Mitteln, im Jahr 2012 mit über 141 Millionen Euro.

In rund 1.500 laufenden Projekten pro Jahr engagieren sich knapp 15.000 Unternehmen in so genannten Projektbegleitenden Ausschüssen. Sie garantieren die Praxisrelevanz der Vorhaben. Nach Abschluss der Forschungsarbeiten werden die Ergebnisse veröffentlicht und stehen allen interessierten Unternehmen zur Verfügung.

Einige interessante Einzelergebnisse der ESK: IGF-Netzwerke aus Forschungsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind nachweislich auch über IGF-Projekte hinaus aktiv. 70 Prozent der befragten Unternehmen ziehen aus der IGF Kenntnisse über neue technologische Entwicklungen, über 30 Prozent zur Einführung neuer Verfahren und Produkte, 21 Prozent zur Umsetzung in Normen oder Richtlinien und 8 Prozent planen oder haben Patentanmeldungen aufgrund der Weiterentwicklung von IGF-Ergebnissen durchgeführt.

76 Prozent der befragten Unternehmen halten den Beitrag der IGF zur Beantwortung praxisbezogener Fragestellungen für wichtig oder sehr wichtig. 66 Prozent dieser Unternehmen halten den Beitrag der IGF für die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Branche in Deutschland für wichtig oder sehr wichtig. Bei 56 Prozent der Unternehmen ist die Beschäftigtenzahl zwischen 2007 und 2011 angestiegen. Und 97 Prozent der Befragten würden sich wieder an einem Projektbegleitenden Ausschuss beteiligen.

AiF-Präsidentin Yvonne Proppert: „Die Ergebnisse der unabhängigen Erfolgskontrolle zeigen eine beeindruckende Zustimmung auf der Kundenseite und dokumentieren die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Technologie- und Innovationsförderung im Mittelstand. Die AiF und ihre Forschungsvereinigungen sind die wichtigsten Partner der mittelständischen Unternehmer beim Innovationsmanagement. Die Plattformen der Forschungsvereinigungen bieten Kontakte zu anderen Unternehmern der Branche und entlang der Wertschöpfungskette sowie zu Wissenschaftlern einschlägiger Institute. Dadurch entstehen persönliche und tragfähige Innovationsnetzwerke.“

Die ESK wird vom Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin, sowie von KMU Forschung Austria, Wien, durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Umfrage bei 9.000 an der IGF beteiligten Unternehmen im Jahr 2013.

Über die AiF
Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist ein 1954 gegründetes, industriegetragenes Innovationsnetzwerk zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Es verknüpft die Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Aufgabe ist es, als Dachverband von rund 100 branchenspezifischen Forschungsvereinigungen die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein ist Träger der Industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2012 setzte die AiF rund 485 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein.
Pressekontakt
AiF e.V., Alexandra Dick, presse@aif.de, Telefon: +49 221 37680-112

Alexandra Dick | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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