Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wo Ideen die richtigen Flügel bekommen

15.02.2012
TU Chemnitz ist im Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule" erfolgreich und will hier mit überzeugender Strategie auch künftig weiter punkten

Die Technische Universität Chemnitz ist in der im Herbst 2011 gestarteten zweiten Runde des Wettbewerbs "EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule" einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Sie zählt zu den 20 deutsche Hochschulen, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ausgewählt wurden, bis Oktober 2012 ein detailliertes Konzept für eine ganzheitliche Gründungsprofilierung zu erarbeiten. An dieser Runde beteiligten sich zuvor bundesweit 21 Universitäten und 20 Fachhochschulen.

"Unsere Universität unterstreicht mit ihrem guten Abschneiden in dieser Wettbewerbsphase einmal mehr ihr besonderes Engagement auf dem Gebiet der Unternehmensgründung - insbesondere in Sachsen", sagt Prof. Dr. Cornelia Zanger, kommissarische Rektorin der TU Chemnitz. Im EXIST-Wettbewerb seien aus dem Freistaat lediglich die TU Chemnitz und die Handelshochschule Leipzig weitergekommen. "Jetzt kommt es darauf an, eine überzeugende Strategie zu erarbeiten, denn das BMWi wird ab 2013 nur bis zu zehn Hochschulen bei der praktischen Umsetzung bis zu fünf Jahre lang finanziell unterstützen", berichtet Zanger.

Die TU Chemnitz sei in Sachen Unternehmensgründung auf einem guten Weg. Dies attestierte ihr erst kürzlich auch der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen des sechsten Universitäts-Rankings "Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?". Die Studie hatte für 63 deutsche Universitäten die Angebote in der akademischen Gründungslehre und die Unterstützung angehender Unternehmensgründer verglichen. Die Technische Universität Chemnitz erreichte Platz 11 und verbessert sich gegenüber 2009 um 28 Plätze. "Ein maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat das südwestsächsische Gründernetzwerk SAXEED, das 2009 bis 2011 an der TU Chemnitz 197 Gründungsprojekte betreute", schätzt Zanger ein.

Stichwort: "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft"

Mit dem Programm "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft" werden seit 1998 Maßnahmen und Projekte gefördert, um das Gründungsthema an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu verankern. Im Rahmen des Wettbewerbs "Die Gründerhochschule" stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dazu über sieben Jahre rund 46 Millionen Euro für anspruchsvolle Projekte an Hochschulen bereit. Das EXIST-Programm wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. In der ersten Wettbewerbsrunde hatten sich im Juli 2011 bereits zehn Hochschulen, darunter jedoch keine aus Sachsen, mit einem überzeugenden Strategiekonzept zur Gründungsprofilierung durchgesetzt, drei Hochschulen wurden als "EXIST-Gründerhochschulen" ausgezeichnet.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, sagt zum Programm EXIST: "Eine moderne Volkswirtschaft braucht Ideen und Innovationen, um dynamisch und wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit Ideen, die in der Wissenschaft entstanden sind, auch erfolgreich am Markt platziert werden können, brauchen wir mutige Unternehmer. Mit dem EXIST-Programm legen wir einen bewussten Schwerpunkt auf Existenzgründungen aus Hochschulen. So können noch mehr junge Menschen im Umfeld der Hochschulen vom Unternehmergeist beflügelt werden und dazu beitragen, interessanten Forschungsergebnissen den Weg aus dem Labor in den Markt zu ebnen."

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.exist.de
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise