Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ideen für die biobasierten Produkte von morgen

27.06.2013
Initiative "Biotechnologie 2020+" wird fortgesetzt / Braun: "Produktionsstandort gezielt stärken"

Visionen für die Biotechnologie der Zukunft zu erarbeiten und damit die Grundlage für den Aufbau einer biobasierten Wirtschaft zu schaffen - mit diesem Ziel wurde im Jahr 2010 der Prozess "Biotechnologie 2020+" ins Leben gerufen als gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Forschungsorganisationen und Hochschulen.

Mit dem vierten Jahreskongress, der derzeit in Berlin mit rund 200 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik stattfindet, wird nun die jetzige Phase des Dialogprozesses über innovative Produktionsverfahren vorläufig abgeschlossen.

"Im konstruktiven Dialog auf vier Kongressen und in acht Expertengesprächen haben wir es geschafft, die wichtigsten Etappen für die Umsetzung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren auszuloten, visionäre Produktideen zu formulieren und das Thema in der Forschungslandschaft zu verankern", sagte Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, und kündigte angesichts der vielversprechenden ersten Projekte eine Fortsetzung der Initiative an.

In der ersten Fördermaßnahme haben 35 Forschungsprojekte ihre Arbeit an Basistechnologien für eine nächste Generation biotechnologischer Verfahren aufgenommen. Sie verfolgen die ganze Bandbreite möglicher neuer Ansätze in der Biotechnologie und werden mit 42 Millionen Euro vom BMBF unterstützt. Darüber hinaus haben die außeruniversitären Forschungsorganisationen damit begonnen, eigene Großprojekte aufzubauen. "Wichtig ist uns insbesondere eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen der Biologie und den Ingenieurwissenschaften. Nur durch eine interdisziplinäre Vorgehensweise wird es gelingen, wirklich neuartige Produktionsverfahren zu entwickeln", betonte Braun.

Mit Blick auf die gewünschte Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit versprechen sich Experten, insbesondere von der stärkeren Anwendung ingenieurwissenschaftlicher Prinzipien auf die Biologie, völlig neue Potenziale für biobasierte Verfahren in den Bereichen Energie, Medizin, Umwelt und Chemie. Im Rahmen der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" sollen diese Ansätze auch in Zukunft weiter verfolgt werden. Mit dem jetzt gestarteten Ideenwettbewerb "Neue Produkte für die Bioökonomie" greift das BMBF dabei die in der zweiten Runde von Expertengesprächen erarbeiteten Produktvisionen auf. "Wir wollen die Wissenschaft darin unterstützen, schon heute an der Umsetzung einer Biotechnologie von morgen zu arbeiten und damit den Produktionsstandort gezielt stärken", sagte Braun.

Der Parlamentarische Staatssekretär begrüßte auch die Handlungsempfehlungen der Forschungsorganisationen, die dafür plädieren, den Dialog über die Zukunft der Biotechnolo! gie auch künftig fortzusetzen. Gleichzeitig rief er alle Akteure zur aktiven Mitarbeit auf: "Beim Kongress heute diskutiert die Forschung über künftige Aktivitäten. Um die Selbstorganisationskräfte zu stärken, wird das BMBF der Thematik weiterhin Sichtbarkeit verleihen und sie durch Projektförderung unterstützen."

Mehr Informationen zu den Ergebnissen und weiteren Aktivitäten der Initiative "Biotechnologie 2020+" finden Sie in der Publikation "Nächste Generation biotechnologischer Verfahren - Bilanz und Ausblick", die ab sofort kostenlos auf www.biotechnologie2020plus.de angefordert werden kann.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.biotechnologie.de/
http://www.bmbf.de/de/biooekonomie.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie