Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HRK-Forschungslandkarte: Forschungsschwerpunkte der Universitäten online

16.03.2012
Zum ersten Mal gibt es eine Landkarte der Universitätsforschung in Deutschland. Seit heute zeigt die neue Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) online, an welchen besonderen Forschungsschwerpunkten die deutschen Universitäten arbeiten.

„Die Forschungstätigkeit der Universitäten ist in ihrer Größe und Vielfalt beeindruckend", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute in Bonn. „Die HRK-Forschungslandkarte gibt nun in deutscher und englischer Sprache Auskunft über 329 Schwerpunkte, die das Forschungsprofil von 74 Universitäten prägen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass wir das Potenzial der deutschen Universitätslandschaft unseren Partnern im In- und Ausland verständlich präsentieren und der Öffentlichkeit leichter zugänglich machen. In der Deutschlandkarte kann man die einzelnen Hochschulen oder die Sitzländer anklicken; nach Wissenschaftsgebieten und deren Kombinationen suchen oder spezifische Begriffe abfragen.“

Die Universitäten haben sich in den HRK-Gremien auf Kriterien für die Definition von Forschungsschwerpunkten verständigt. Jede Universität gibt in der Datenbank bis zu acht Forschungsschwerpunkte an (bei drei großen Universitäten wurden neun Einträge zugelassen). Ein Schwerpunkt soll zumindest 25 kooperierende Professuren umfassen und dem Exzellenzkriterium auf internationalem Niveau entsprechen. Diese Verständigung geschah in dem Wissen, dass in jeder einzelnen Einrichtung an einer Vielzahl weiterer Themen über die Breite der Fächer auf hohem Niveau geforscht wird.

Die Angaben zu den Forschungsschwerpunkten in der Online-Datenbank enthalten eine aussagekräftige Bezeichnung, eine umgangssprachliche Kurzbeschreibung sowie zwölf fachliche Schlüsselbegriffe. Jeder Schwerpunkt ist einem oder mehreren der 14 Fachgebiete gemäß der DFG-Klassifikation zugeordnet und benennt einen Ansprechpartner vor Ort. In den meisten Fällen existiert ein Link auf eine weiterführende Website. Modifikationen werden kontinuierlich auf Veranlassung der Universität vorgenommen.

Wintermantel dankte dem HRK-Vizepräsidenten für Forschung, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg, der die Entwicklung der neuen Forschungsdatenbank betreut hat.

„Ich bin überzeugt, dass die Forschungslandkarte künftig bei der Werbung für den Wissenschaftsstandort Deutschland von großem Nutzen sein wird. Es ist zu hoffen, dass wir die Ressourcen aufbringen können, ein analoges Projekt auch zu den Fachhochschulen zu realisieren und damit das Bild der deutschen Hochschulforschung zu komplettieren. Wie zukunftsweisend das Konzept ‚Forschungslandkarte’ ist, zeigt sich auch in dem konkreten Interesse der französischen Rektorenkonferenz, das Design der HRK zu übernehmen und Synergien für die deutsch-französische Forschungskooperation zu entwickeln."

Susanne Schilden | idw
Weitere Informationen:
http://www.hrk.de/
http://www.hrk.de/de/projekte_und_initiativen/6754.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie