Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Hochschulpakt wirkt

17.10.2011
Zum Start des Wintersemesters laut HRK mehr als 500.000 Studienanfänger / Schavan: "Der Hochschulpakt ist ein Zeichen unserer Verlässlichkeit."

Das Hochschulstudium in Deutschland ist so beliebt wie nie zuvor. Rückmeldungen aus den Hochschulen weisen auf einen weiteren, deutlichen Anstieg der Studienanfängerzahlen hin, vor allem in einigen westdeutschen Ländern.

So geht die Hochschulrektorenkonferenz von einem bundesweiten Zuwachs um durchschnittlich rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Damit würden mehr als 500.000 junge Menschen erstmals in diesem Jahr ein Studium beginnen.

Zum Vergleich: Im Wintersemester 2010/2011 lag die Zahl der Studienanfänger bei 445 000. "Es ist ein starkes Signal, dass heute so viele junge Menschen ein Studium beginnen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Diese Zahlen sind ein ermutigendes Zeichen gegen den Fachkräftemangel und für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes."

Die zusätzliche Zahl der Studienplätze wurde ganz wesentlich durch den zwischen Bund und Ländern vereinbarten Hochschulpakt ermöglicht. Der Bund stellt den Ländern für den Ausbau der Studienplätze 2011 rund 600 Millionen Euro zur Verfügung, im Jahr 2012 kommen weitere 1,1 Milliarden Euro hinzu. Insgesamt sollen in der zweiten Programmphase bis 2015 bis zu 335.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Dafür stellt allein der Bund knapp 5 Milliarden Euro zur Verfügung. "Der Hochschulpakt wirkt", so Schavan, er sei ein "Vorzeigeprojekt" von Bund und Ländern. "Damit geben wir den Studierenden und den Hochschulen ein Zeichen unserer Verlässlichkeit."

Die neuen Anmelderekorde zeigen, dass die Hochschulen sich auf die steigende Nachfrage vorbereitet haben. So reagieren sie beispielsweise mit zusätzlichem Personal für Lehre und Beratung der Studierenden, zusätzlich angemieteten Räumen und erweiterten Öffnungszeiten von Bibliotheken auf die große Nachfrage. Schavan forderte die Länder auf, "dafür zu sorgen, dass das Geld aus dem Hochschulpakt auch bei den Studierenden ankommt." Da, wo es Engpässe gebe, etwa bei Vorlesungsräumen oder bezahlbarem Wohnraum, sollten die Länder ihren Einsatz weiter verstärken.

Der Bund engagiert sich im Hochschulpakt besonders für den Erhalt der Studienangebote in den ostdeutschen Ländern. Dort ist es trotz des vorhergesagten Rückgangs der Studienbewerber aufgrund der demografischen Entwicklung gelungen, die Studienanfängerzahlen auf dem Niveau des Vorjahrs zu halten. Zudem studieren immer mehr Westdeutsche in den ostdeutschen Ländern. "Ich freue mich, dass die Attraktivität der ostdeutschen Hochschulen bundesweit Beachtung findet", sagte Bundesbildungsministerin Schavan. "Mit unserer Kampagne "Studieren in Fernost" werden wir diesen erfolgreichen Weg weiter unterstützen."

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise