Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Hochschulpakt 2020: Zahlen und Fakten zu einem Erfolgsmodell

21.03.2011
Der Hochschulpakt 2020: Zahlen und Fakten zu einem Erfolgsmodell

• Im Vergleich zu 2005 konnten durch den Hochschulpakt bis 2010 an den deutschen Hochschulen mehr als 182.000 zusätzliche Studienanfänger (Grafik 1) ihr Studium aufnehmen. In den westdeutschen Flächenländern, die sich als sogenannte Ausbauländer zur Aufnahme der zusätzlichen Studienanfänger verpflichtet hatten, haben in diesen Jahren über 126.000 Studierende vom Hochschulpakt profitiert; 56.000 konnten in den sogenannten „Halteländern“ (Neue Länder und Stadtstaaten) zusätzlich ein Studium beginnen.

• Der Hochschulpakt 2020 hat damit sein Ziel von rund 91.000 zusätzlichen Studienanfängern bis zum Jahre 2010 weit übertroffen und etwa doppelt so vielen jungen Menschen Studienmöglichkeiten eröffnet. Bund, Länder und Hochschulen haben große Anstrengungen unternommen, damit auch die doppelten Abiturjahrgänge gute Studienbedingungen vorfinden.

• Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung der zusätzlichen Studienanfänger der Jahre 2007 bis 2010 mit mehr als 2 Milliarden Euro. Dies ist eine Verdoppelung der ursprünglich vorgesehenen Bundesmittel. Die Länder stellen die Gesamtfinanzierung des Hochschulpakts sicher.

• Die Studienanfängerzahlen liegen 2010 um fast 22 % höher als im Jahr 2005 (Grafik 2). Besonders groß war die Steigerung an den Fachhochschulen, die rund 38 % mehr Studierende aufnahmen als zu Beginn des Hochschulpakts. Eine Erhöhung des Anteils der Studienanfängerzahlen an Fachhochschulen ist ein ausdrückliches Anliegen des Hochschulpakts.

• Den höchsten Zuwachs an Studienanfängern verzeichneten die Fächergruppen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die Ingenieurwissenschaften. So stieg in den Ingenieurwissenschaften die Zahl der Studienanfänger im ersten Hochschulsemester zwischen 2005 und 2010 um 35,3 % von 68.873 auf 93.187.

Der Hochschulpakt bewirkte für die Studienanfängerquote (Grafik 3), d.h. den Anteil der Studienanfänger an der Bevölkerung des entsprechenden Alters, einen Anstieg von 37 % im Jahr 2005 auf 46 % im Jahr 2010. Damit wird das Ziel der Qualifizierungsinitiative von Bund und Ländern, die Studienanfängerquote im Bundesdurchschnitt auf 40 % eines Jahrgangs zu steigern, deutlich übertroffen.

• Eine Erhöhung der Studienanfängerzahlen wurde an den Hochschulen durch die Einstellung von mehr Personal (Grafik 4) begleitet. Die Zahl des gesamten wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (in Vollzeitäquivalenten) stieg von rund 152.000 auf fast 180.000.

• Die Zahl des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals (in Vollzeitäquivalenzen) erhöhte sich zwischen 2005 und 2009 deutlich um rund 23.500.

• Die Zahl der Lehrbeauftragten – gemessen in Vollzeitäquivalenten - stieg in diesem Zeitraum um knapp 35 %.

• Ein weiteres Anliegen des Hochschulpakts ist es, den Anteil von Frauen bei der Besetzung von Professuren und sonstigen Stellen auszubauen. Durch die Maßnahmen des Hochschulpaktes im Zusammenspiel mit weiteren Initiativen konnte der Frauenanteil bei den Professuren von 14,3 % im Jahr 2005 auf 18,2 % im Jahr 2009 erhöht werden.

Rebekka Kötting | idw
Weitere Informationen:
http://www.gwk-bonn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten