Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschulische Gleichstellungsstrukturen im Wandel

18.03.2011
Frauenbeauftragte, Stabsstellen, Prorektorate – Gleichstellungspolitik ist mittlerweile an Hochschulen in vielfältiger Weise verankert. Das Projekt „Hochschulische Gleichstellungsstrukturen im Wandel“ am Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS erforscht diese Veränderungen der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen.

Vor dem Hintergrund der Hochschulreformen und steigender Anforderungen an die Qualität der hochschulischen Gleichstellungspolitik findet gegenwärtig ein Wandel der personellen Strukturen statt, innerhalb derer Hochschulen das Thema Geschlechtergerechtigkeit bearbeiten.

Neben den Gleichstellungsbeauftragten werden Stabsstellen, Prorektorate und Funktionsstellen in der zentralen Verwaltung oder in einzelnen Einheiten wie Graduiertenschulen oder Exzellenzclustern eingesetzt. Es findet dabei zum einen eine funktionale Ausdifferenzierung zwischen strategischer Planung, operativer Umsetzung und Kontrollaufgaben statt. Zum anderen sind thematische Veränderungen - z.B. im Sinne des Diversity-Konzeptes oder die Einrichtung von Familienbüros oder eines Dual-Career-Services - zu beobachten. Parallel finden neue Ausgestaltungen des Amtes der Gleichstellungsbeauftragten statt.

Das vom BMBF geförderte Projekt „Hochschulische Gleichstellungsstrukturen im Wandel“ am Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS - einem Arbeitsbereich des GESIS-Leibniz Instituts für Sozialwissenschaften, das am 1. März 2011 startete, erforscht diese Veränderungen der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen.

Ziele des geplanten Forschungsprojekts sind die Analyse der strukturellen Veränderungen in der Gleichstellungsarbeit. Dabei sollen die Rahmenbedingungen und Ursachen für die Umgestaltung von Gleichstellungsstrukturen geklärt und die Veränderungen in hochschulpolitische Entwicklungen eingebettet werden. Außerdem wird untersucht, ob und in welcher Weise sich in der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen Professionalisierungsprozesse vollziehen und welche Auswirkungen all diese Entwicklungen auf die Inhalte und Strategien der Gleichstellungspolitik der Hochschulen haben.

Das Forschungsvorhaben verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, indem die Strukturen der Gleichstellungsarbeit sowohl unter professionssoziologischen Fragestellungen als auch unter dem politikwissenschaftlichen Ansatz der Governance-Forschung untersucht werden. Mit dem Projekt erfolgt zugleich erstmalig eine quantitative Bestandsaufnahme der personellen Strukturen der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen.

Methodik: Einer elektronischen Abfrage zur Bestandserhebung folgen eine Online-Befragung von hauptamtlich beschäftigten Personen in der Gleichstellungsarbeit sowie vertiefende Interviews. Außerdem werden eine Analyse der hochschul- und arbeitsrechtlichen Situation und ein Ländervergleich zu Gleichstellungsstrukturen in der Schweiz und in Österreich durchgeführt.

Das Projekt wird mit einer Laufzeit von 24 Monaten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Themenschwerpunkt „Frauen an die Spitze“ im Rahmen des Förderbereichs „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung" gefördert und vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Ansprechpartnerinnen:
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung Fachinformation
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS
Dreizehnmorgenweg 42
53175 Bonn
Dr. Andrea Löther
Tel.: 0228 / 2281 522
Fax: 0228 / 2281 550
andrea.loether@gesis.org
Lina Vollmer
Tel.: +49-228-2281-534
Fax: +49-228-2281-550
lina.vollmer@gesis.org
Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung, Center of Excellence Women and Science (CEWS), ist ein Arbeitsbereich von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Gegründet wurde das CEWS im Jahr 2000. Es steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum bietet zielgruppenadäquate Informations- und Beratungsleistungen zu Fragen der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung.

GESIS ist die Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften und unterstützt wissenschaftliches Arbeiten durch die Bereitstellung entsprechender Beratungen, Daten und Informationen. Aufbauend auf umfangreichen Forschungsprogrammen bietet GESIS Dienstleistungen zu Daten (Archivierung, Bereitstellung, Aufarbeitung, Recherche, Dauerbeobachtung), Methoden (Beratung, Entwicklung komplexer Methoden) und Fachinformationen (Datenbanken mit Informationen zu sozialwissenschaftlicher Literatur und zu Forschungsaktivitäten). Ein weiterer Service sind die GESIS-Portale, in denen sozialwissenschaftliche Informationen und Daten einfach und nutzerfreundlich zugänglich gemacht werden. GESIS ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und u. a. an wichtigen europäischen Projekten wie den European Social Survey, dem europäischen Archivverbund CESSDA und dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) beteiligt.

Kerstin Hollerbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.gesis.org/cews

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften