Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hilfe für Zappelphilipps und Störenfridas: Neue Psychotherapeuten-Ausbildung

12.04.2013
Die Uni Kassel bietet ab Herbst 2013 erstmals die berufsbegleitende Ausbildung zum analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen.

ADHS bei Kindern und Jugendlichen ist in aller Munde, die Zahl der diagnostizierten Fälle in den vergangenen fünf Jahren um über 40 Prozent gestiegen. Neben der Aufmerksamkeitsdefizit-Störung ADHS, bei der Kinder zappelig und unkonzentriert sind, gibt es eine Reihe weiterer psychischer Auffälligkeiten bei Heranwachsenden, die nicht nur für die Betroffenen und ihre Eltern, sondern auch für Pädagoginnen und Pädagogen eine große Herausforderung bedeuten und viele Fragen eröffnen:

Wie kann ich mit diesen Auffälligkeiten umgehen und wie vermittle ich dem Kind, was mit ihm los ist? Was bedeutet das für das Kind und seinen (Schul-) Alltag? Was verbirgt sich hinter dem unruhigen und impulsiven Verhalten eines Kindes mit ADHS? Was lässt es so zappelig und fahrig sein? Wie gehe ich mit den Eltern um?

Die Betroffenen und ihre Eltern finden Hilfe und Unterstützung bei Psychotherapeuten. Doch auch in der pädagogischen Arbeit etwa in Schulen, im Hort, im Jugendtreff, in Beratungsstellen oder Kliniken steigt der Bedarf an einem professionellen Umgang mit Auffälligkeiten wie ADHS. Hier richtet sich die Universität Kassel mit einem doppelten Ausbildungsangebot an Pädagoginnen und Pädagogen. Zum einen ist ab dem Wintersemester erstmals die berufsbegleitende Ausbildung zum „analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP)“ möglich.

Dieses Programm dauert fünf Jahre und wendet sich an (Sozial-)Pädagogen/-innen, Psychologen/-innen, Erziehungswissenschaftler/-innen und Mediziner/-innen, die mit Kindern und Jugendlichen psychotherapeutisch arbeiten möchten. Die KJP-Absolventen sind – solange sie alle anderen Bedingungen erfüllen – berechtigt, die staatliche Approbation zu erwerben. Diese ist die Voraussetzung zur psychotherapeutischen Tätigkeit in Institutionen für Kinder und Jugendliche, etwa in Beratungsstellen, Schulen oder Kliniken, und zur freiberuflichen Tätigkeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in der kassenärztlichen Versorgung.

Zum bereits vierten Mal wird ab Herbst 2013 das berufsbegleitende Studienprogramm „psychoanalytische Kinder und Jugendlichenberatung (KJB)“ zur weiteren Professionalisierung in pädagogischen Beziehungen aufgelegt. Dieses Programm richtet sich an alle, die in pädagogischen Berufen tätig sind: Lehrer/-innen, Sozialpädagog/-innen und Erzieher/-innen. Dabei steht die Arbeit mit dem Kind oder Jugendlichen selbst im Zentrum, aber auch die Beratung der Eltern ist ein zentrales Element. Dieses zweijährige Studienprogramm kann auch als vorbereitender Einstieg in die Ausbildung zum analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten genutzt werden.

Angeboten werden beide Programme unter Leitung von Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, Fachgebiet Psychoanalytische Psychologie an der Universität, und Prof. Dr. Dr. Rolf-Peter Warsitz, Fachgebiet Theorie, Empirie und Methoden der Sozialen Therapie, in Kooperation mit dem Alexander-Mitscherlich-Institut, dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (DPG/VAKJP) und der Management School der Uni Kassel UNIKIMS, einem Anbieter von Personalentwicklung, Weiterbildung und Qualifizierung auf universitärem Niveau.

Eine gemeinsame Informationsveranstaltung zu den beiden Ausbildungsangeboten findet am 17. April 2013 um 18 Uhr im Schloss Park Schönfeld, Bosestraße 13, 34121 Kassel statt.

Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de/fb01/institute/erziehungswissenschaft/studienprogramme-psychoanalyse/postgraduales-studienprogramm-kjb.html
Info:
Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber
Universität Kassel
Fachgebiet Psychoanalytische Psychologie
Tel.: + 49 561 804-3610
E-Mail: leuzbohl@uni-kassel.de
Prof. Dr. Dr. Rolf-Peter Warsitz
Universität Kassel
Fachgebiet Theorie, Empirie und Methoden der Sozialen Therapie
Tel.: + 49 561 804-2932
E-Mail: warsitz@uni-kassel.de
Annette Busse M.A.
Universität Kassel
Fachgebiet Psychoanalytische Psychologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: + 49 561 804-3627
E-Mail: abusse@uni-kassel.de

Dr. Guido Rijkhoek | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitale Bildung im Unterricht: Was Lehrer und Schüler von der Schul-Cloud erwarten
11.12.2017 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie