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Helmholtz verstärkt Kooperation mit Russland

30.04.2010
Heute haben der Präsident der Helmholtz- Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, und der Generaldirektor der russischen Forschungsorganisation „Rosatom“ Prof. Dr. S. W. Kirijenko ein Abkommen unterzeichnet, um die Zusammenarbeit in der physikalischen Grundlagenforschung und beim Bau von Großgeräten weiter auszubauen.

„Die Zusammenarbeit zwischen Helmholtz-Zentren und Forschungseinrichtungen aus Russland hat eine lange und fruchtbare Tradition. Darauf wollen wir aufbauen, indem wir die Zusammenarbeit verstärken, insbesondere im Bereich der physikalischen Grundlagenforschung und der Forschung an Großgeräten“, erklärt der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek.

Der Generaldirektor der russischen Forschungsorganisation Rosatom Prof. Dr. S. W. Kirijenko und Mlynek unterzeichneten daher heute in Berlin ein Abkommen, in dem beide Forschungsorganisationen konkrete Schritte und Maßnahmen zum Ausbau der Zusammenarbeit vereinbaren.

Schon heute leistet Russland einen bedeutenden Beitrag zum Aufbau von Großforschungsprojekten von internationaler Bedeutung. Beispielhaft steht dafür der geplante Schwerionenbeschleuniger FAIR, der unter Federführung des Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung GSI bei Darmstadt errichtet wird, aber auch für den „European X-Ray Free Electron Laser“ XFEL beim Helmholtz-Zentrum DESY und für den Experimentalfusionsreaktor ITER in Frankreich ist die russische Beteiligung essentiell.

Zu den vereinbarten Maßnahmen wird auch die Ausbildung von Fachleuten im Bereich Forschungsmanagement gehören. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat zu diesem Zweck mit der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte ein professionelles, berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm entwickelt.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

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