Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz-Gemeinschaft fördert acht internationale Forschergruppen

15.01.2013
Im Rahmen eines neuen Förderprogramms unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft Forschergruppen, die gemeinsame Projekte mit ausländischen Partnereinrichtungen betreiben.
Acht dieser so genannten „Helmholtz International Research Groups“ wurden in einer ersten Runde bereits ausgewählt, weitere können sich zurzeit noch bewerben. Alle geförderten Teams erhalten dann über eine Laufzeit von zunächst drei Jahren bis zu 50.000 Euro jährlich. Die ausländischen Partner steuern für den Ausbau der Kooperation jeweils Fördermittel in gleicher Höhe bei.

Fragestellungen hoher Komplexität lassen sich heutzutage am besten in internationaler Zusammenarbeit untersuchen. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist deshalb dabei, in ausgewählten Themenfeldern ihre weltweiten Kooperationen auszubauen. Gemeinsame Förderprogramme laufen bereits erfolgreich mit Partnern in China und Russland. Mit den „Helmholtz International Research Groups“ ermöglicht die Helmholtz-Gemeinschaft nun als Pilotmaßnahme gemeinsame Forschungsprojekte mit ausländischen Partnereinrichtungen weltweit.

Die aktuelle Ausschreibung läuft noch bis zum 15. März 2013. So können die Helmholtz-Zentren, die an den neuen internationalen Gruppen beteiligt sind, bereits bestehende Kontakte vertiefen oder neue Kooperationen ins Leben rufen. Gerade junge Forscherinnen und Forscher erhalten so die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene zu sammeln.

Für die erste Förderrunde der Helmholtz International Research Groups wurden folgende Gruppen bereits ausgewählt:

1.) Helmholtz International Research Group on the aerodynamic performance of joined-wing single aisle aircrafts:
Dr. Frederik Blumrich, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, und Dr. Daniel New Tze How / Björn Nagel, Nanyang University of Singapore, Singapur.

2.) Non-classical nanophotonic circuits for ultrafast single photon manipulation on chip:
Dr. Wolfram Pernice, Karlsruher Institut für Technologie, und Dr. Alexander Korneev, Moscow State Pedagogical University, Russland.

3.) Geodynamic evolution of the Neuquén Andes: Implications for geo-resources:
Dr. Javier Quinteros / Prof. Stephan V. Sobolev, Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, und Prof. Victor A. Ramos / Dr. Ruben Somoza, CONICET, Universidad de Buenos Aires, Argentinien.

4.) Climate change-land use change interactions and feedbacks (CLUCIE):
Prof. Almut Arneth, Karlsruher Institut für Technologie, und Prof. Benjamin Smith, Lund University, Schweden.

5.) Climate change adaptation options in Santiago de Chile and other Latin American megacities – Urban vulnerability on local level:
Dr. Kerstin Krellenberg, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, und Dr. Felipe Link, Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile.

6.) Dopant mapping and side wall characterization of III-V semiconductor nanowires for solar cell applications by scanning tunneling microscopy:
Prof. Rafal Dunin-Borkowski, Forschungszentrum Jülich, und Dr. Bruno Grandidier, Institut d'Electronique, de Microélectronique et de Nanotechnologie, Frankreich.

7.) Role of BMP signalling in neonatal chronic lung disease:
Dr. Anne Hilgendorff, Helmholtz-Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, und Dr. Edda Spiekerkoetter, Stanford University, USA.

8.) Understanding of the gut microbiome in children at increased risk of type 1 diabetes:
Prof. Anette-Gabriele Ziegler, Helmholtz-Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, und Prof. Ramnik Xavier, The Eli and Edythe L. Broad Institute of Harvard and MIT, USA.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Dr. Andreas Fischer
Pressereferent
Tel.: 030 206 329-38
andreas.fischer@helmholtz.de

Effrosyni Chelioti
Leiterin Internationale Beziehungen
Tel.: 030 206 329-58
effrosyni.chelioti@helmholtz.de
Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Str. 2
10178 Berlin

Jan-Martin Wiarda | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de/
http://www.helmholtz.de/socialmedia

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

23.11.2017 | Geowissenschaften

Leistungsfähigere und sicherere Batterien

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik

Ein MRT für Forscher im Maschinenbau

23.11.2017 | Maschinenbau