Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz-Beteiligung an Spitzenclustern

23.02.2012
Fünf weitere Spitzencluster werden in den nächsten fünf Jahren mit jeweils bis zu 40 Mio. Euro gefördert.

An drei dieser Cluster sind Helmholtz-Zentren beteiligt. Heute werden die Gewinner der dritten Runde im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung offiziell prämiert.

„Der Spitzencluster-Wettbewerb ist ein Flaggschiff der Hightech-Strategie für Deutschland, die auch von den Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft mit großem Engagement getragen wird “, sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Die drei neuen Spitzencluster, an denen Helmholtz-Zentren beteiligt sind, greifen die Themen Bioökonomie, Elektromobilität und Immuntherapie auf. Ich freue mich sehr, dass wir diese Zukunftsthemen nun im Rahmen der Spitzencluster noch rascher voran bringen und insbesondere auch den Wissenstransfer durch die Kooperation im Cluster noch beschleunigen können.“

Spitzencluster sind Zusammenschlüsse von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und anderen Organisationen, die ihre Forschungs- und Entwicklungsfähigkeiten in einem bestimmten Bereich bündeln und Synergien nutzen. Sie erleichtern dadurch die Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte. Den ausgewählten Spitzenclustern wird ein außergewöhnlich hohes regionales Innovationspotential zugesprochen, dessen strategische Weiterentwicklung das BMBF und Industriepartner nun unterstützen. So sollen Schlüsseltechnologien effizient und marktnah entwickelt werden. Thematische Vorgaben gab es in dem Wettbewerb nicht: Ausgewählt wurden die Cluster, die in ihren jeweiligen Branchen die besten Strategien für die Zukunft präsentieren konnten.

Die ausgewählten Cluster erhalten vom BMBF über fünf Jahre bis zu 40 Millionen Euro für die Umsetzung ihrer Strategie. Mit den Gewinnern der dritten Runde werden inzwischen 15 Spitzencluster mit insgesamt 600 Millionen Euro gefördert. An neun dieser Spitzencluster sind Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Dazu kommen Mittel der beteiligten Unternehmen in gleicher Höhe. Damit werden 1,2 Milliarden Euro zusätzlich in den Innovationsstandort Deutschland investiert.

BioEconomy Cluster (mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ)
Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig - UFZ ist einer der Partner im "BioEconomy Cluster". Ziel dieses Spitzenclusters ist es, Biomasse zur Erzeugung von Werkstoffen, Chemikalien und Energieträgern zu nutzen. Durch Koppelproduktionen und kaskadenförmige Rohstoffnutzung soll eine nachhaltige Wertschöpfung erreicht werden. Der Spitzencluster verbindet die für die Bioökonomie relevanten Industriebereiche wie die chemische Industrie, die Papier- und Zellstoffindustrie, die Land- und Forstwirtschaft, die Energiewirtschaft sowie den Maschinen- und Anlagenbau in Mitteldeutschland und bildet erstmals die gesamte Innovations- und Wertschöpfungskette branchenübergreifend ab.
Elektromobilität Süd-West (mit dem Karlsruher Institut für Technologie und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist Teil des Spitzenclusters "Elektromobilität Süd-West". Partner aus Fahrzeug-, Energie- und Versorgungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien und -dienstleistungen sowie der Produktionstechnologie arbeiten in diesem Verbund an neuen Lösungen in der Elektromobilität. Es sollen schadstoffarme und kostengünstige Produkte entwickelt werden, die nachhaltige Mobilität ermöglichen.

Cluster für Individualisierte Immunintervention (CI3) (mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum)

Der Cluster CI3 in der Rhein-Main-Region erarbeitet effiziente und nebenwirkungsarme Immuntherapeutika und begleitende Diagnostik-Produkte zur Behandlung von Krebs, Autoimmunerkrankungen und Infektionen. In dieser Kooperation werden rund 100 Partner, darunter auch Arbeitsgruppen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg, zusammenarbeiten. Ziel ist es, die bereits hervorragende Expertise in der Clusterregion Rhein-Main im Bereich Arzneimittel, Therapieansätze und Diagnostika auf dem Gebiet der individualisierten Immunintervention zu bündeln und an die internationale Spitze zu führen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit knapp 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel./Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de
Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
Tel.: 030 206 329-38
antonia.roetger@helmholtz.de

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Informationstechnologie - Internationale Konferenz erstmals in Aachen

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

22.06.2017 | Geowissenschaften

Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern

22.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Tröpfchen für Tröpfchen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie