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GOVET: Neues Markenzeichen für die deutsche Berufsbildungszusammenarbeit mit dem Ausland

12.02.2014
Die internationale Zusammenarbeit Deutschlands in der Berufsbildung mit anderen Ländern hat ein neues Markenzeichen: GOVET – „German Office for International Cooperation in Vocational Education and Training“.

Unter dieser Marke wird die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ab sofort im In- und Ausland auftreten.

GOVET ist zentraler Bestandteil der „Strategie der Bundesregierung zur internationalen Berufsbildungszusammenarbeit aus einer Hand“, die das Bundeskabinett im vergangenen Jahr unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) verabschiedet hat. GOVET dient dabei als kompetenter Begleiter der Bundesregierung und ist für nationale und internationale Akteure der zentrale Ansprechpartner in der Berufsbildungszusammenarbeit.

„Das Bundesinstitut für Berufsbildung kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit zurückblicken“, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. „Diese Expertise werden wir bei GOVET einbringen, um dem wachsenden weltweiten Interesse am dualen Berufsbildungssystem in Deutschland und dem guten Ruf von ‚Made in Germany‘ gerecht zu werden.“

GOVET berät andere Staaten und Partnerorganisationen im Auftrag des BMBF innerhalb und außerhalb Europas bei der Einführung dualer Elemente in der Berufsausbildung. So werden zum Beispiel aktuell die italienischen Partner bei der Qualifizierung des Ausbildungspersonals und der Entwicklung von Ausbildungsordnungen unterstützt. Das Ausbildungspersonal bildet auch den Kern der Kooperation mit Russland, wo zurzeit ein Internetportal für Ausbilderinnen und Ausbilder nach dem Vorbild der beim BIBB angesiedelten Internetplattform http://www.foraus.de aufgebaut wird. Die indischen Regierungsinstitute berät GOVET bei der Entwicklung von Ausbildungs- und Trainerstandards nach deutschem Vorbild in zahlreichen Ausbildungsberufen. Für Mechanikerinnen und Mechaniker sowie Elektrikerinnen und Elektriker liegen die ausgearbeiteten Curricula bereits vor.

Für BIBB-Präsident Esser ist die Partnerschaft in der Berufsbildungszusammenarbeit nicht nur politisch relevant. „Sie erleichtert auch die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte nach Deutschland und verbessert die Produktionsmöglichkeiten deutscher Unternehmen im Ausland.“

Die Schwerpunkte der Arbeit von GOVET im Einzelnen:

• Geschäftsstellenfunktion für den „Runden Tisch“ zur internationalen Berufsbildungskooperation

Der „Runde Tisch“ kommt in regelmäßigen Abständen auf Staatssekretärs-, Ressort- und Arbeitsebene zusammen. Hier sind sowohl Bundesministerien, Durchführungsorganisationen, Bundesländer und Kammerorganisationen als auch Sozialpartner und verschiedene Vereine, Verbände und Organisationen vertreten, die in der internationalen Berufsbildungskooperation aktiv sind. Der „Runde Tisch“ soll ein kohärentes Auftreten der deutschen Akteure im Ausland sicherstellen und fungiert dabei auch als eine Art „Clearingstelle“.

• Zentrale Anlaufstelle für nationale und internationale Akteure der Berufsbildungszusammenarbeit

• Aufbau, fachliche Gestaltung und wissenschaftliche Begleitung der bilateralen Berufsbildungskooperationen des BMBF – derzeit mit den europäischen Staaten Griechenland, Italien, Lettland, Slowakei, Spanien und Portugal sowie den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und den G 20-Staaten

• Initiierung, Gestaltung und Begleitung von Netzwerk- und Kooperationsprojekten

• Einführung eines internen und externen Wissensmanagement-Systems

Ansprechpartner: Thorsten Schlich; E-Mail: zentralstelle@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de/zentralstelle

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