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Goethe-Universität startet bundesweit einzigartiges Projekt: "Science Tours" für Schüler

12.08.2011
An der Goethe-Universität ist mit Unterstützung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region ein Projekt entwickelt worden, das Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I die Möglichkeit zu eigenständigem Forschen unter wissenschaftlicher Anleitung bietet. Mit der Fledermaus-Tour „Kleine Flieger – Große Töne“ startet heute das bundesweit einzigartige Projekt "Science Tours".

„Wir möchten den Schülerinnen und Schülern schon früh einen Einblick geben, wie aufregend es sein kann, wissenschaftlich zu arbeiten. Als Vater von fünf Kindern weiß ich, dass gerade Heranwachsende sich für Wissenschaft begeistern lassen, wenn wir sie ermutigen, Dinge zu hinterfragen und selbst nach Antworten zu suchen. Dazu haben wir das Konzept der Science Tours entwickelt. Das Angebot soll Schülerinnen und Schülern der Rhein-Main-Region eigenes Entdecken und Forschen an außerschulischen Lernorten ermöglichen.“

Die Pilot-Tour „Kleine Flieger – Große Töne“ führt rund 30 Jugendliche der Klasse 8i der Karl-Rehbein-Schule in Hanau am Freitag, 12. August 2011, von 16 bis 22 Uhr in den Frankfurter Ostpark, wo vier unter Artenschutz stehende Fledermaus-Arten leben. Ausgerüstet mit Karte, Kompass, Fernglas und Infrarotkamera spüren die Schülerinnen und Schüler die Wohnstätten der nächtlichen Flugkünstler auf. Bei Nacht gilt es dann, die Arten aufgrund ihrer Gestalt, Flughöhe und Ultraschalllaute zu erkennen.

Die Fledermaus-Tour „Kleine Flieger – Große Töne“ ist die bundesweit erste einer Reihe von Touren der Goethe-Universität, die Schülerinnen und Schülern wissenschaftliches Denken und Handeln durch ein hohes Maß an Selbstständigkeit vermitteln soll. Ein wesentliches Element ist dabei der Kontakt zu Wissenschaftlern der Goethe-Universität und Experten der beteiligten Projektpartner. Sie lassen die Jugendlichen ihr Forschungsgebiet entdecken, geben Hilfestellung und vermitteln im direkten Kontakt, wie Wissenschaftler arbeiten und was sie an ihrem Beruf begeistert. „Durch die erlebnisorientierte Wissenschaftsvermittlung für Schülerinnen und Schüler an außerschulischen Lernorten, kann das Projekt Science Tours einen wertvollen Beitrag dazu leisten, mehr qualitativen und interessierten Nachwuchs vor allem an wissenschafts- und technikorientierte Bereiche heranzuführen“, so Bernd Abeln, Geschäftsführer der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region über den Mehrwert des neuartigen Projektes.

Durch die Beteiligung von Studierenden wird bei den ScienceTours die Arbeit in Kleingruppen von höchstens sieben Schülerinnen und Schülern ermöglicht. Die Betreuer sind somit altersmäßig näher an den Schülern dran, können konkrete Auskünfte über ihr Studium und wichtige Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung geben. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnisch Gesellschaft Frankfurt am Main begründet das Engagement der Stiftung so: „Die Hinführung zu Wissenschaft und Technik ist ein zentrales Anliegen der Stiftung Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main. Dies ist schon in der Tradition der polytechnischen Ideen begründet. Heute ist es besonders wichtig, die Faszination für Wissenschaft und Technik bereits früh zu wecken, um Talente für diese wichtigen Bereiche zu finden, zu interessieren und zu binden.“

Das neuartige Prinzip der so genannten „doppelten Passung“ bettet die ScienceTours sowohl in den Lehrplan der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, als auch in das Curriculum der Lehramtsstudierenden der Goethe-Universität ein. Thematisch werden die Science Tours künftig ein breites Themenspektrum von den Naturwissenschaften über die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften bis hin zu den Wirtschaftswissenschaften abdecken. In der Planung sind bereits eine Tour zur Finanzbildung, die mit einem Besuch an der Börse verbunden sein wird und eine Tour zur Mobilität. Das Angebot soll in den kommenden Jahren kontinuierlich erweitert werden.

Ulrike Jaspers | idw
Weitere Informationen:
http://www.science-tours.de/

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