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Gesundheitsforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2011

09.07.2010
Schavan: „Die Ergebnisse der Forscher müssen schnell bei den Menschen ankommen“

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am Donnerstag das Thema des Wissenschaftsjahres 2011 offiziell bekanntgegeben. Auf dem Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin sagte sie: „Im nächsten Jahr wird uns das Thema ,Forschung für unsere Gesundheit‘ intensiv beschäftigen. Ich bin davon überzeugt, dass dies – auch angesichts der Herausforderungen im Gesundheitssystem – ein hervorragendes und bedeutsames Thema für unser kommendes Wissenschaftsjahr ist.“

Die Bundesregierung stellt 2010 rund 1,2 Milliarden Euro für die Gesundheitsforschung zur Verfügung, davon allein das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) knapp über eine Milliarde Euro. Als große Herausforderung der Zukunft nannte Schavan während ihrer Rede einen schnelleren Ergebnisfluss von der Forschung in die klinische Anwendung. „Erst wenn die Forschungsergebnisse beim Menschen ankommen, haben wir wirklichen Fortschritt“, betonte die Ministerin.

„Deshalb haben wir begonnen, die Strukturen der Forschungslandschaft grundlegend zu verändern. Für sechs Volkskrankheiten wird es in Zukunft je ein Deutsches Zentrum der Gesundheitsforschung geben, wo führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gebündelt arbeiten“, sagte Schavan. Zwei Zentren – eins für Neurodegenerative Erkrankungen und eins für die Diabetesforschung – wurden bereits 2009 gegründet. Für vier weitere Zentren zu Krebs-, Infektions-, Herz-Kreislauf- und Lungenforschung läuft zurzeit der Auswahlprozess, ihre Gründung wird im kommenden Jahr erfolgen. „Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung werden den Wissenstransfer beschleunigen und effizienter machen“, betonte Schavan. Darüber hinaus soll dort ein besonderes Augenmerk auf optimale Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs gelegt werden. „Nur so erreichen wir eine adäquate, den internationalen Ansprüchen genügende Ausbildung und Nachwuchsförderung“, sagte Schavan.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
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