Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinnützige industrienahe Forschung erstmals unter einem Dach - Forschungsgemeinschaft „Konrad Zuse“ mit über 60 Mitgliedsinstituten gegründet

30.01.2015

In Berlin wurde am Donnerstag die Industrieforschungsgemeinschaft „Konrad Zuse‘‘ gegründet. Zu den Unterzeichnern der Gründungsurkunde gehören mehr als 60 außeruniversitäre, gemeinnützige Forschungsinstitute mit 5.000 Mitarbeitern. Sie sind als Innovationsmotoren branchenübergreifend in allen Hightech-Strategiefeldern tätig.

Mit dem neuen Zusammenschluss unter dem Namen des Berliner Computerpioniers Zuse (1910-1995) wird für eine wichtige Säule der außeruniversitären institutionellen Forschung erstmals eine gemeinsame Plattform geschaffen.


Vertreter von über 60 deutschen Industrieforschungsinstituten unterzeichneten am Donnerstag in Berlin die Gründungsurkunde der Forschungsgemeinschaft „Konrad Zuse“ (Quelle: Michael Pochanke)

Bisher hatten die besonders industrienahen Forschungspartner des Mittelstandes – etwa 100 Einrichtungen mit einem Gesamtumsatz von 400 Mio. Euro – kein gemeinsames Sprachrohr. Ihre besondere Stärke: Die Institute sind auf die marktvorbereitende Produkt- und Prozessforschung in den sogenannten MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) konzentriert.

Sie schaffen, häufig im Rahmen von Forschungskooperationen mit der Industrie, technologieübergreifend bedarfsorientierte Lösungen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

„Die entscheidende Rolle unsere Einrichtungen beim Transfer anwendungsorientierter Forschungsergebnisse in die Wirtschaft wird vor Ort hoch geschätzt, in der Gesamtbetrachtung der deutschen Wissenschaftslandschaft werden sie aber noch zu wenig als effektive Wissenschaftsbrücke in die Industrie wahrgenommen“, erklärte der Präsident der Zuse-Gemeinschaft und Geschäftsführer des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung Dr. Ralf-Uwe Bauer am Rande der Gründungsveranstaltung.

Die Stärkung des Transferprozesses und der gemeinsame Auftritt dieser branchenübergreifend vergleichbar aufgestellten, unabhängigen Innovationsakteure gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft würden deshalb für die Zuse-Gemeinschaft inhaltliche Schwerpunkte bilden.

Im Unterschied zu den stärker auf vorwettbewerbliche Forschung ausgerichteten vier großen Forschungsverbünden in Deutschland sind die Einrichtungen der Zuse-Gemeinschaft traditionell auf anwendungsnahe Wissenschaftsprojekte orientiert. Sie sind direkte Know-how-Geber für die Industrie und tragen so überdurchschnittlich zur Steigerung der Innovationsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen bei.

Die Geschäftsstelle der Zuse-Gemeinschaft hat ihren Sitz beim Verband innovativer Unternehmen e. V. in Berlin. In der Hauptstadt sollen am 23. und 24. März 2015, so das Aktionsprogramm, auch die erste Mitgliederversammlung sowie ein öffentlicher Kongress stattfinden.

Ansprechpartner:
Dr. Ralf-Uwe Bauer, 030/440 55 020, viu@viunet.de 

Dr. Ralf-Uwe Bauer | InnoMedia

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht
23.01.2017 | Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie