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Fünf neue Helmholtz-Nachwuchsgruppen am KIT

22.09.2009
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert fünf neue Nachwuchsgruppen am KIT. Damit können fünf herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Karlsruhe ihre eigenen Forschungsgruppen aufbauen und leiten.

Jede Nachwuchsgruppenleitungsstelle ist mit einem Jahresbudget von mindestens 250.000 Euro über fünf Jahre und der Option auf eine unbefristete Anstellung verbunden. Insgesamt werden 20 neue Nachwuchsgruppen an Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft eingerichtet. Das KIT erhält in diesem Jahr die meisten Nachwuchsgruppen.

Dr. Francesco Grilli, Dr. Corinna Hoose, Dr. Pavel Levkin, Dr. Miriam Sinnhuber und Dr. Svetoslav Stankov können nun am KIT selbstständig forschen und ihre Ideen realisieren. Parallel dazu halten sie Vorlesungen oder Seminare. So qualifizieren sie sich für eine Universitätskarriere. Die fünf jungen Forschenden setzten sich bei der diesjährigen Ausschreibung von Helmholtz-Nachwuchsgruppen in einem strengen mehrstufigen Auswahlverfahren durch. Nach drei bis vier Jahren wird sich jede Gruppe einer Zwischenevaluation unterziehen. Fällt diese positiv aus, geht die Gruppenleitungsstelle in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis über (Tenure Track).

Mit einem Thema aus der Energietechnik, speziell der Hochtemperatur-Supraleitung (HTS), befasst sich die Arbeitsgruppe von Dr. Francesco Grilli am Institut für Technische Physik (ITP) des KIT: Die Gruppe "AC Loss in High-Temperature Superconductors" untersucht Wechselstromverluste in Hochtemperatur-Supraleitern und supraleitenden Betriebsmitteln. Die Minimierung solcher Verluste ist entscheidend für den Einsatz in Stromversorgungsnetzen der Zukunft.

Die Helmholtz-Nachwuchsgruppe "Aerosol Effects on Cloud Ice, Precipitation and Climate" von Dr. Corinna Hoose am Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Bereich atmosphärische Aerosolforschung (IMK-AAF), zielt darauf ab, Modelle zur Simulation der Wirkung von Aerosolen - feinsten Schwebeteilchen - auf Wolkeneisbildung, Niederschlag und Klima zu entwickeln.

Im Bereich Atmosphärische Spurengase und Fernerkundung (ASF) des IMK ist die Gruppe "Solar Variability, Climate, and the Role of the Mesosphere/Lower Thermosphere" von Dr. Miriam Sinnhuber angesiedelt. Sie erforscht, wie Variationen der Sonnenaktivität das Klima beeinflussen.

Am Institut für Toxikologie und Genetik (ITG) des KIT widmet sich die Gruppe "Functional and Stimuli-Responsive Polymer Surfaces" von Dr. Pavel Levkin gemeinsam mit Forschern der Universität Heidelberg der Synthese neuartiger Materialien auf Polymer-Basis mit bestimmten Eigenschaften, was Morphologie, Oberflächenchemie und Elastizität betrifft, und untersucht das Verhalten von Zellen und bakteriellen Biofilmen auf der Oberfläche solcher Materialien.

Dr. Svetoslav Stankov leitet die Gruppe "Interplay between Structure and Lattice Dynamics in Epitaxial Rare Earth Nanostructures" am Institut für Synchrotronstrahlung (ISS). Ihre Ziele sind, epitaktische Nanostrukturen mit maßgeschneidertem Aufbau und Spannungszustand zu entwickeln sowie ein grundlegendes Verständnis der Gitterdynamiken in Nanostrukturen zu erlangen.

Finanziert werden die Nachwuchsgruppen zur einen Hälfte aus dem zentralen Impuls- und Vernetzungfonds der Helmholtz-Gemeinschaft und zur anderen Hälfte von den Helmholtz-Zentren. Die Förderung deckt neben der Stelle der Nachwuchsgruppenleitung in der Regel drei Stellen für wissenschaftliches Personal sowie die Laborausstattung ab.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.

Weiterer Kontakt:

Monika Landgraf
Pressestelle
Tel.: +49 721 608-8126
Fax: +49 721 608-3658
E-Mail: monika.landgraf@kit.edu

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://www.uni-karlsruhe.de

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