Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FuE-Förderprogramm stärkt Forschung und Entwicklung an Hessens Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

26.06.2009
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst wird im Rahmen der Forschungskampagne "Forschung für die Praxis" insgesamt elf Forschungs- und Entwicklungsprojekte an den Hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fördern. Mit der Finanzierung sollen die Chancen für eine erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln nach Abschluss der Projekte erhöht werden. Weiteres Ziel ist der Ausbau der Forschungsbasis an den staatlichen Fachhochschulen in Hessen.

Am 15. Juni 2009 hat eine unabhängige und interdisziplinäre Jury die elf Projekte (zehn Einzelprojekte und ein Verbundprojekt) in einem Wettbewerbsverfahren begutachtet und ausgewählt. Die bewilligten Vorhaben haben eine Laufzeit von zwölf Monaten. Einzelprojekte werden mit maximal 35.000 Euro und Verbundprojekte von zwei oder mehr Hochschulen mit maximal 70.000 Euro gefördert.

Mit drei bewilligten Einzelprojekten und dem bewilligten Verbundprojekt (zusammen mit der Hochschule Darmstadt) war die Fachhochschule Gießen-Friedberg die erfolgreichste Hochschule. Ebenfalls erfolgreich war die Fachhochschule Frankfurt am Main. Hier wurden drei Einzelprojekte bewilligt. Es folgen die Hochschule Darmstadt mit zwei Bewilligungen (eine davon das Verbundprojekt mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg) und die Fachhochschule Wiesbaden mit ebenfalls zwei Bewilligungen. An der Hochschule Fulda wurde ein Einzelprojekt bewilligt (siehe unten).

Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, Vorsitzende der Konferenz der Hessischen Fachhochschulpräsidien (KHF), die auch die Jury leitete, erklärte nach der Sitzung: "Mit dem FuE-Förderprogramm leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der praxisorientierten Forschung an den hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Damit unterstützen wir gleichzeitig auch den Technologietransfer und die Aktualisierung unserer Lehre."

Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann lobte das hohe Niveau der eingereichten Anträge und das fachlich ausgewogene Ergebnis der zur Förderung ausgewählten Projekte. Besonders erfreut zeigte sich die Ministerin über die Tatsache, dass allein drei der elf zur Förderung ausgewählten Projekte dem Bereich der Sozialwissenschaften zuzurechnen sind. Ein viertes Projekt hat neben dem medizintechnischen auch einen sozialwissenschaftlichen Bezug: "Mit diesen Anschubunterstützungen leisten wir somit auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der sozialwissenschaftlichen Forschung an den hessischen Fachhochschulen."

Wichtige Bewertungskriterien für die Auswahl der Forschungs- und Entwicklungsprojekte waren unter anderem die Chancen für eine spätere Einwerbung von Drittmitteln, der Innovationsgrad, die Transferrelevanz, Maßnahmen der Nachwuchsförderung und die Nachhaltigkeit in Bezug auf zukünftige FuE-Aktivitäten. Berücksichtigt wurde auch die ökonomische, soziale und ökologische Bedeutung der Vorhaben.

Das FuE-Förderprogramm ist Teil der Forschungskampagne "Forschung für die Praxis" und wird noch mindestens bis 2010 mit jährlich 500.000 Euro aus Mitteln des Ministeriums unterstützt. Mit "Forschung für die Praxis" stärken das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie die KHF die fünf staatlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Hessen in ihrer Rolle als Spezialisten für Forschung, Entwicklung und Transfer. Unter dem Dach von "Forschung für die Praxis" werben die fünf Hochschulen in Darmstadt, Frankfurt am Main, Fulda, Gießen-Friedberg und Wiesbaden für ihr Leistungsangebot in Forschung, Entwicklung und Transfer.

Die bewilligten Projekte im Einzelnen (in alphabetischer Reihenfolge der Antragstellerinnen und Antragsteller):

Prof. Dr. Leander Bathon (Fachhochschule Wiesbaden): Innovative Hybridfassade als intelligente Gebäudehülle, Einzelprojekt, Fördersumme: 35.000 Euro.

Prof. Dr. Beate Blättner (Hochschule Fulda): Entschädigung von Opfern interpersoneller Gewalt im Raum Fulda, Einzelprojekt, Fördersumme: 34.810 Euro.

Prof. Dr.-Ing. Peter Czermak (Fachhochschule Gießen-Friedberg): Implementierung eines Online-Messsystems zur Optimierung der Produktion von Baculoviren, Einzelprojekt, Fördersumme: 35.000 Euro.

Prof. Dr. Markus Haid (Hochschule Darmstadt): ADL - Activity in Daily Living, Einzelprojekt, Fördersumme: 34.900 Euro.

Prof. Dr. Martina Klärle (Fachhochschule Frankfurt am Main): ELEPE - Entwicklung eines Leitfadens zur Erarbeitung von kommunalen Potentialstudien Erneuerbarer Energien, Einzelprojekt, Fördersumme: 34.250 Euro.

Prof. Dr. Michaela Röber/Prof. Dr. Margret Müller/Prof. Dr. Claus Reis (alle Fachhochschule Frankfurt am Main): Koordination, Vernetzung und Fallmanagement in der Altenhilfe und in der Pflege - Ein praxisbegleitendes Projekt zum Auf- und Ausbau von Pflegestützpunkten in Hessen, Einzelprojekt, Fördersumme: 35.000 Euro.

Prof. Dr. Thomas Schröder (Hochschule Darmstadt)/Prof. Dr. Klaus Behler (Fachhochschule Gießen-Friedberg): Untersuchung des dynamischen Verhaltens von Hochleistungskunststoffen für den Einsatz in der Medizintechnik, Verbundprojekt, Fördersumme: 70.000 Euro.

Prof. Dr. Ulrich Schwanecke/Prof. Dr. Peter Barth (beide Fachhochschule Wiesbaden): Stereo-Fotografie mit einer Smartphone-Kamera, Einzelprojekt, Fördersumme: 35.000 Euro.

Prof. Dr. Heino Stöver/Prof. Dr. Irmgard Vogt (beide Fachhochschule Frankfurt am Main): Lebensweisen und Gesundheitsförderung von älteren Drogenabhängigen in Frankfurt am Main, Einzelprojekt, Fördersumme: 34.900 Euro.

Prof. Dr.-Ing. Ulf Theilen (Fachhochschule Gießen-Friedberg): Energie aus Abwasser, Ermittlung der Potentiale und Erarbeitung der Rahmenbedingungen der Nutzung von Wärme aus Abwasser in Hessen, Einzelprojekt, Fördersumme: 34.998 Euro.

Prof. Dr. Ute Windisch/Prof. Dr. Stephanie Gokorsch (beide Fachhochschule Gießen-Friedberg): Entwicklung eines Verfahrens zur Kultivierung und Standardisierung poikilohydrischer Bioindikatoren für die Umweltüberwachung von Schwermetalleinträgen, Einzelprojekt, Fördersumme: 35.000 Euro.

Ansprechpartner:
Projektbüro "Forschung für die Praxis"
Peter Sulzbach & Tobias Semmet
Abt. Forschung Weiterbildung Transfer (FWbT)
Fachhochschule Frankfurt am Main -
University of Applied Sciences
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main
Tel.: +49(0)69/1533-2160 oder -3193
Fax: +49(0)69/1533-2165
E-Mail 1: sulzbach@fwbt.fh-frankfurt.de
E-Mail 2: semmet@fwbt.fh-frankfurt.de

| idw
Weitere Informationen:
http://www.forschung-fuer-die-praxis.de
http://www.fwbt.fh-frankfurt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics