Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungszentrum Jülich und RWTH Aachen gründen JARA-Akademie

07.11.2011
Jülich Aachen Research Alliance macht Nachwuchsführungskräfte fit für ein dynamisches Wissenschaftssystem

In der neuen JARA-Akademie fassen das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen ihre gemeinsamen Personalentwicklungsaktivitäten unter dem Dach der Jülich Aachen Research Alliance zusammen.

Der Schwerpunkt der Akademie liegt auf den neuen Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich aus dem Wandel des nationalen und internationalen Wissenschaftssystems ergeben.

Zusätzlich gehören Grundkenntnisse des Wissenschaftsmanagements und übergreifende persönliche Qualifikationen zum Ausbildungskonzept. Der erste Kurs der JARA-Akademie wird im Frühjahr 2012 mit 16 Teilnehmern starten.

"Wir arbeiten schon seit vielen Jahren eng im Bereich der Personalentwicklung zusammen", sagt Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. "Durch die enge Kooperation in JARA zeigen sich jedoch völlige neue Herausforderungen, die wir mit bestehenden Angeboten nicht bedienen konnten. Die JARA-Akademie gibt uns hierzu jetzt mit maßgeschneiderten Angeboten die Möglichkeit."

"In JARA bringen wir mit einer technischen Hochschule und einer Helmholtz-Großforschungseinrichtung zwei bisher getrennte, sehr verschiedene Systeme mit beispielsweise unterschiedlichen Rechtsformen und Finanzierungsmodellen zusammen. Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wissenschaft und Management in beiden Systemen sicher bewegen können", ergänzt Prof. Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen.

In der JARA-Akademie werden in Zukunft besonders jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Fach- und Führungskräfte der Administration in einem modular aufgebauten Programm detaillierte Kenntnisse über das nationale und europäische Wissenschaftssystem erhalten. Im Mittelpunkt stehen Struktur und Management von Hochschule und Großforschungseinrichtung. Kombiniert werden diese Themen mit Lerninhalten aus dem Wissenschaftsmanagement, die an konkreten Case-Studies erarbeitet werden.

Spezielle Angebote der JARA-Akademie widmen sich darüber hinaus Themen wie der gemeinsamen Verwertung von Erfindungen mit allen zugehörigen Bereichen von Patentierung bis Lizenzierung oder dem Betrieb gemeinsamer Serviceeinrichtungen.

"Die Inhalte der JARA-Akademie werden nicht nur unmittelbar der Weiterentwicklung von JARA zu Gute kommen. Vielmehr vermitteln wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Qualifikationen, die auch bei weiteren Karrieren innerhalb oder außerhalb von Jülich und Aachen enorm wichtig für sie sein werden. Ohne solide Managementkenntnisse kann man in einem immer vernetzter arbeitenden Wissenschaftssystem nicht mehr bestehen", erklärt Prof. Bachem.

Die Jülich Aachen Research Alliance, kurz JARA, ist ein deutschlandweit einzigartiges Kooperationsmodell der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich. Sie überwindet das Nebeneinander von universitärer und außeruniversitärer Forschung und Lehre, um komplexen Fragestellungen mit vereinter Forschungskompetenz und -kapazität zu begegnen. Die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich verknüpfen in JARA gezielt Forschungsfelder, auf denen sich ihre jeweiligen spezifischen Stärken wirkungsvoll ergänzen, und schaffen unter dem Motto "Kompetenzen bündeln, gemeinsam forschen, Zukunft gestalten" ein wissenschaftliches Umfeld der Spitzenklasse.

Pressekontakt:

Christian Schipke
Pressesprecher
Jülich Aachen Research Alliance (JARA)
Tel.: +49 2461 61-3835
Fax: +49 2461 61-4666
E-Mail: c.schipke@jara.org

Christian Schipke | Forschungszentrum Juelich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie