Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsmittel für die Berufsorientierung

12.01.2009
Standards für Thüringer Schulen

In Thüringen werden zahlreiche Maßnahmen zur schulischen Berufsorientierung durchgeführt. Während früher die Regelschulen besonders stark beachtet wurden, werden nun auch immer mehr Maßnahmen für das Gymnasium entwickelt und erprobt.

Bislang fehlte aber ein einheitliches Konzept für diese vielen Aktivitäten. Es war nicht immer klar, welche schulischen Maßnahmen junge Leute in ihrer Entscheidung für ein passendes Berufsfeld und die ihnen gemäße Ausbildung voranbringen.

Abhilfe soll nun ein umfassendes Berufsorientierungsmodell schaffen, das die Professoren Bärbel Kracke und Ernst Hany vom Fachgebiet Psychologie der Universität Erfurt im Auftrag des Thüringer Kultusministeriums entwickeln. Ausgehend von einer Analyse der mentalen Entwicklung im Kindes- und Jugendalter werden Ziele für die schulische Berufsorientierung formuliert, und durch Verfahren und Instrumente werden Schulen dabei unterstützt, die richtigen Maßnahmen für ihre Schülerinnen und Schüler zu ergreifen. Professor Kracke, die Initiatorin des Projekts, kann dabei auf zahlreiche Untersuchungen zurückgreifen, die sie in Thüringen bereits durchgeführt hat. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen jetzt an die Schulen zurückgegeben werden.

Mit dem Forschungsvorhaben wurde bereits 2008 begonnen. Aber erst ab diesem Jahr kommen die Projektmittel der Universität unmittelbar zugute. Für das Jahr 2009 fließen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) 125.000 Euro an die Universität, das Kultusministerium stellt als Kofinanzierung weitere 44.000 Euro an Personalkapazitäten bereit. Eine Fortsetzung in den folgenden Jahren ist bereits geplant. Katja Driesel-Lange und Nicola Schindler, die beiden bewährten wissenschaftlichen Projektbearbeiterinnen, freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Schulen und dem großen Team an Doktorandinnen und Doktoranden, die sich an der Universität Erfurt mit dem Thema Berufsorientierung befassen.

Zu ihnen gehört auch Mandy Behrens, die auf Anregung der Bundesagentur für Arbeit einen Modellversuch der Arbeitsagentur Erfurt wissenschaftlich begleitet. Träger der Berufsorientierung werden im Projekt "SKATinG" von der Agentur gefördert, wenn sie den Schülerinnen und Schülern Praktikums- und Hochschulerfahrungen vermitteln. Die künftigen Schulabgängerinnen und Schulabgänger sollen zu einem Studium an Thüringer Hochschulen ermutigt werden, um dem absehbaren Fachkräftemangel abzuhelfen. Die wissenschaftliche Studie unter Leitung von Ernst Hany und Bärbel Kracke wird von der Arbeitsagentur mit 37.000 Euro gefördert, die ergänzenden Mittel stellen Kultusministerium und Universität bereit.

Weitere Informationen/Kontakt:
Prof. Dr. Ernst Hany, Tel.: 0361-737-2231
Prof. Dr. Bärbel Kracke, Tel.: 0361-737-2211

Jens Panse | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erfurt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie