Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung in Niedersachsen mit 55 Millionen Euro gefördert

27.10.2008
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) in Bonn

Erneuter Erfolg für die Forschung in Niedersachsen: Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute in Bonn die Bund-Länder-Finanzierung für drei neue Forschungsbauten an niedersächsischen Hochschulen beschlossen. Damit wird die hochkarätige Forschung in Niedersachsen weiter vorangetrieben.

Grundlage war eine Empfehlung des Wissenschaftsrates, der den drei Vorhaben an der TU Braunschweig, der Leibniz Universität Hannover und der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine herausragende wissenschaftliche Qualität bescheinigt hatte. Aus insgesamt 52 eingereichten Forschungsvorhaben hatte der Wissenschaftsrat 16 Projekte ausgewählt.

"Der Beschluss zeigt, dass unsere Hochschulen in zentralen Forschungsgebieten der Zukunft die Nase vorn haben und Niedersachsen die richtigen Schwerpunkte in der Forschung setzt", freute sich Wissenschaftsminister Lutz Stratmann über die Entscheidung.

Die Projekte im Einzelnen:

o Technische Universität Braunschweig (TU BS) - Campus Forschungsflughafen:

Die TU BS erhält für die Institute der Luft- und Raumfahrttechnik am Braunschweiger Forschungsflughafen ein Gebäude mit Versuchshalle und Triebwerksprüfstand für rund 23 Millionen Euro. In dem Neubau soll nach innovativen Lösungen für sichere, leisere und umweltfreundliche Flugzeuge gesucht werden. Der Campus Forschungsflughafen, an dem die TU eng mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Industrie kooperiert, wird damit weiter in seiner internationalen Ausstrahlung gestärkt.

o Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH) - Neubau des Laboratoriums für Nano- und Quantenengineering (LNQE):

Die Universität Hannover erhält für rund 14 Millionen Euro das Laboratorium für Nano- und Quantenengineering, mit dem über 25 Forschergruppen aus den Natur- und Ingenieursfakultäten an nanotechnologischen Fragestellungen arbeiten werden. Das Laboratorium wird eine Plattform für Spitzenforschung auf diesem zukunftsträchtigen Themengebiet darstellen.

o Tierärztliche Hochschule Hannover (TIHO) - Zentrum für Zoonoseforschung:

Die Tierärztliche Hochschule Hannover erhält für rund 18 Millionen Euro ein Zentrum für die Erforschung und Prävention von Infektionserkrankungen, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden können (Zoonosen). Diese Forschung ist angesichts der wachsenden Bedeutung der Zoonosen von besonderem Interesse. Der Schwerpunkt Infektionsforschung an der TiHo wird damit weiter ausgebaut.

Die drei ausgewählten niedersächsischen Vorhaben sind mit einer Förderung von insgesamt rund 55 Millionen Euro von großer Wichtigkeit für die Forschung sowie für die jeweiligen Standorte. Die Forschungsthemen sind national bedeutsam und wirken durch internationale Kooperationen und Vernetzungen weit über Deutschland hinaus.

Meike Ziegenmeier | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics