Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fit für Verantwortung: Die Roland Berger Stiftung vergibt Stipendien an Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Schichten

23.10.2008
Die Roland Berger Stiftung, eine 50 Millionen Euro-Stiftung des Gründers und Chairman der internationalen Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants, vergibt künftig jährlich das Stipendium "Fit für Verantwortung".

Damit will sie junge Menschen aus bildungsfernen Schichten, von vier bis 25 Jahren, individuell fördern und so einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in Deutschland leisten. Zielgruppe des Programms sind vor allem Kinder im Vorschulalter bis hin zur Oberstufe, die so die Allgemeine Hochschulreife erreichen sollen.

"Das deutsche Bildungssystem zeigt eine inakzeptable soziale Schieflage: 83 Prozent aller Akademiker-Kinder studieren. Aber Arbeiterkinder stellen nur sechs Prozent aller Studierenden, Migrantenkinder nur magere drei Prozent", sagt Roland Berger, Vorsitzender des Kuratoriums der Roland Berger Stiftung. "Da Intelligenz über alle Schichten gleich verteilt ist, vergeudet unsere Volkswirtschaft so enormes intellektuelles und kreatives Potenzial - vom ungerechten Verlust persönlicher Chancen im Leben des einzelnen jungen Menschen ganz zu schweigen."

Das neu ins Leben gerufene Roland Berger Stipendium "Fit für Verantwortung" will deshalb einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit leisten. Es wird von der Roland Berger Stiftung vergeben und fördert sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in einem auf den Einzelnen zugeschnittenen Förderprogramm. Es wendet sich an Schüler ab vier Jahren bis hin zur Oberstufe. Ziel ist die Allgemeine Hochschulreife. Auch Studenten können aufgenommen werden, wenn sie trotz aller Schwierigkeiten auf ihrem Lebensweg ein hervorragendes Abitur abgelegt haben und ein festes Ausbildungsziel anpeilen.

Die Ausschreibung - die Unterlagen werden u. a. an Schulen, kirchliche Organisationen wie zum Beispiel die Caritas, Ausländerbehörden, Schulbehörden und Ministerien geschickt - startet Ende Oktober in vier Regionen in Deutschland: in Bayern, Berlin, Brandenburg und dem Ruhrgebiet. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember. Im ersten Jahr sollen 160 Stipendien vergeben werden. Kriterien für die Aufnahme in das Programm sind Begabung, Bereitschaft zum Engagement und Bedürftigkeit, sowie bei Kindern mit Migrationshintergrund die Dauer des Aufenthalts in Deutschland.

Das Roland Berger Stipendium beinhaltet einen individuellen Förderplan für jeden einzelnen Stipendiaten. Dazu zählen Sprachförderung, Seminare, Ferienakademien, Praktika, Studiengelder sowie persönliche Betreuung durch ein Netzwerk von Mentoren in den jeweiligen Regionen. Die Roland Berger Stiftung unterstützt ihre Stipendiaten zudem finanziell durch Zuschüsse für Nachhilfe, Klassenfahrten sowie Lehrmaterialien und PC. Studenten werden darüber hinaus mit studienrelevanten Finanz- und Sachmitteln bis hin zur Übernahme der Studiengebühren gefördert.

Bewerbungen sind möglich unter:
Roland Berger Stiftung
"Roland Berger Stipendium"
Mies-van-der-Rohe-Str. 6
80807 München
E-Mail: claudia.piatzer@org.rolandberger.com

Claudia Piatzer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics