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Fibonacci erorbert die Schulen

12.03.2010
Großes Interesse und viel Informationsbedarf brachten künftige Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie Mitglieder der Schulleitungen oberfränkischer Gymnasien zur Auftaktveranstaltung des EU-Projektes Fibonacci an der Universität Bayreuth mit. Fibonacci ist derzeit das größte europäische Bildungsprojekt, das im siebten Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert wird und an dem 21 europäische Länder teilnehmen.

Professor Dr. Peter Baptist und sein Team vom Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik begrüßten Vertreterinnen und Vertreter sieben oberfränkischer Gymnasien und machten sie mit der Philosophie des neuen Projektes vertraut.

Angeregt wurden Möglichkeiten diskutiert, wie forschend-entdeckendes Lernen und problemorientierte Ansätze stärker im Mathematik-Unterricht umgesetzt werden können. Dabei wurden auch Belastungen und Unsicherheiten durch den bevorstehenden doppelten Abiturjahrgang sowie die aufgrund des G8 umstrukturierte Oberstufe thematisiert.

Fibonacci biete die Chance, das Gymnasium wieder als einen Ort des Lehrens und Lernens in den Blickpunkt zu stellen, diese Gelegenheit solle im Interesse der Schülerinnen und Schüler genutzt werden. "Fibonacci ist die europaweite Fortentwicklung des erfolgreichen BLK-Programms SINUS-Transfer. Jede Schule kann und soll für sich ein individuelles Konzept entwickeln, um Lehrkräfte und Schüler gleichermaßen motivieren zu können", führte Peter Baptist aus. Im Unterschied zu SINUS-Transfer wolle man in Deutschland bei Fibonacci auch die Oberstufe einbeziehen.

Das problemorientierte Vorgehen schließt die Nutzung des Computers als Lernwerkzeug ein. Auf Erfahrungen und Materialien aus dem erfolgreich erprobten MATHCamp kann aufgebaut werden. Praxisbezogene Aufgaben werden interaktiv und im Team bearbeitet. Eigenständiges Lernen sowie Arbeits-weisen, die für ein MINT-Studium erforderlich sind, werden gefördert.

Da der Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität Bayreuth für die europaweite Gesamtkoordination des Projektes Fibonacci im Fach Mathematik verantwortlich ist, kommt gerade oberfränkischen Fibonacci-Schulen eine besondere Bedeutung zu. Als Modellschulen können sie die praktische Umsetzung den europäischen Partnern bei deren Hospitationen transparent machen und so die Kooperation auf internationaler Ebene unterstützen.

Nach dem Vorstellen einiger erprobter Materialien sowie möglicher didaktischer Konzepte, wurde ein Termin für die erste Fortbildungsveranstaltung noch in diesem Schuljahr festgelegt.

Frank Schmälzle | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/

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