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Fachhochschulen forschen für die Lebensqualität im Alter

27.11.2008
Schavan: "Zentrale Aufgaben mit Blick auf den demografischen Wandel" / Neuer Förderschwerpunkt stärkt Fachhochschulen mit Fokus auf die Soziale Arbeit

Die Verbesserung der Lebensqualität im Alter, die Wahrung von Selbstständigkeit und die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit für ein gesundes Leben im Alter sind angesichts des demografischen Wandels zentrale gesellschaftliche Herausforderungen.

Hier leisten Fachhochschulen in der Qualifizierung von Absolventinnen und Absolventen für diesen Dienstleistungsbereich bereits einen wichtigen Beitrag. Mit der Förderlinie "Soziale Innovationen für die Lebensqualität im Alter" im Programm Forschung an Fachhochschulen initiiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung jetzt neue Forschungsaktivitäten.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte am Donnerstag: "Fachhochschulen leisten zentrale Aufgaben mit Blick auf den demografischen Wandel. Ihre Forschungsarbeiten greifen aktuelle Entwicklungen auf und entwickeln mit Partnern aus der Region umsetzbare Angebote. Das wollen wir künftig stärken."

Heute kümmern sich vor allem Familien, Nachbarn und Ehrenamtliche um – auch von Erkrankungen betroffene – ältere Menschen.. Das wird in unser alternden Gesellschaft schwieriger. Fachhochschulen vor Ort können hier neue Konzepte entwickeln und diese gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden, mit kommunalen und kirchlichen Trägern und anderen öffentlichen und privaten Dienstleistern der Region umsetzen. Ziel des Sonderprogramms ist es auch, die Ergebnisse der Altersforschung anwendungsnah in die Qualifizierung des Personals im Bereich der sozialen Dienste, etwa im Pflegemanagement, einzubringen. Die Entwicklung neuer Hilfsangeboten soll forschungs- und praxisorientiert unterstützt werden.

Der Förderschwerpunkt, der im Zusammenwirken mit dem Fachbereichstag Soziale Arbeit entwickelt wurde, richtet sich vor allem an staatliche und kirchliche Fachhochschulen mit einem Profil in Sozialwesen, Soziale Arbeit und Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Die Bundesregierung will im Haushaltsjahr 2009 hierfür vier Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung widmet sich den wichtigen Fragen des demografischen Wandels. In dem Demografieschwerpunkt, der verschiedene Fördermaßnahmen umfasst, werden die Folgen auf die Gesellschaft untersucht und Strategien entwickelt, um auf die absehbaren Veränderungen zu reagieren.

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