Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Experten: Deutschland ist führender Innovationsstandort

29.02.2012
Die Expertenkommission Forschung und Innovation übergibt ihr Jahresgutachten 2012 / Forschungsinvestitionen systematisch gesteigert / Schavan: "Hightech-Strategie zeigt Wirkung"

Die Forschungsförderung der Bundesregierung hat auch Privatunternehmen dazu veranlasst, ihre Investitionen für Forschung und Entwicklung zu erhöhen.

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) begrüßt, dass Deutschland in den vergangenen Jahren die öffentlichen und privatwirtschaftlichen FuE-Investitionen systematisch steigern konnte. In ihrem heute an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan übergebenen fünften Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit bestätigen die Wissenschaftler Deutschlands Rolle als "führender Wirtschafts- und Innovationsstandort" im internationalen Wettbewerb.

"Die Hightech-Strategie der Bundesregierung zeigt Wirkung", sagte Schavan. Die öffentlichen und privaten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind 2010 auf den Rekordwert von knapp 70 Milliarden Euro gestiegen, das entspricht 2,82 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Davon entfielen 46,9 Milliarden Euro auf die Wirtschaft und 12,8 Milliarden auf den Bund. Kein anderer großer Mitgliedstaat der Europäischen Union hat sein nationales FuE-Budget so stark gesteigert. "Und dies wird auch in Zukunft so sein. Deutschland wird seine anspruchsvolle Agenda in der Forschungs- und Innovationspolitik weiter verfolgen. Die Expertenkommission macht hierzu wertvolle Vorschläge."

Wie Bundesforschungsministerin Schavan fordert auch die EFI eine Erweiterung der verfassungsrechtlichen Kooperationsmöglichkeiten von Bund und Ländern. Um den Beitrag der Hochschulen zum Wissens- und Technologietransfer zu verbessern, soll es dem Bund ermöglicht werden, Hochschulen im Falle überregionaler Bedeutung nicht nur im Rahmen von Projekten, sondern auch als Einrichtungen zu fördern. Bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist dies schon heute der Fall.

Die EFI bescheinigt zudem der Exzellenzinitiative eine differenzierende und profilgebende Wirkung auf die deutschen Hochschulen. Neben der Exzellenzinitiative trugen auch der "Hochschulpakt 2020" und der "Pakt für Forschung und Innovation" zur Weiterentwicklung der Hochschullandschaft bei. Neue Förderinstrumente wie der Spitzenclusterwettbewerb oder die Initiative "Forschungscampus - öffentlich private Partnerschaften für Innovationen" wurden geschaffen, um Wirtschaft und Wissenschaft zu strategisch angelegter Zusammenarbeit anzuregen. Diese Kooperationen werden von der Expertenkommission ausdrücklich begrüßt.

Gute Perspektiven für Innovationen biete insbesondere die Energiewende, so die Expertenkommission. Deutschland habe das Potential sich als weltweiter Innovationsführer für Energieversorgungstechnologien zu etablieren. Die Experten begrüßen das "kooperative Vorgehen der Ressorts in der energiebezogenen FuE-Politik". Auch die Akteure der Wirtschaft sollten, so rät die EFI, "in einen vorwettbewerblichen Koordinationsprozess einbezogen werden".

Diese Forderung ist in den Zukunftsprojekten im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung schon erfüllt. Hier werden alle relevanten Akteure einbezogen. Im Zukunftsprojekt "CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt" beispielsweise entwickeln Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam Antworten auf den Klimawandel und seine Konsequenzen für Städte.

Die Expertenkommission begrüßt die bildungs- und forschungspolitischen Kooperationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit China. Der Aufschwung Chinas berge neben Risiken auch viele Chancen für Deutschland, deren Nutzung einen intensiven Dialog voraussetzt. Dazu gehört zum Beispiel die Einrichtung einer deutsch-chinesischen Plattform für Innovationsforschung und Innovationspolitik.
Die Expertenkommission Forschung und Innovation berät seit 2007 die Bunderegierung. Die Kommission leistet wissenschaftlich fundierte Politikberatung für die Forschungs- und Innovationspolitik und zeigt jährlich Fortschritte und Handlungsmöglichkeiten auf. Bundesministerin Schavan kündigte an, dass die Bundesregierung das Gutachten sorgfältig prüfen und im Sommer im Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 dazu Stellung nehmen werde.

Das Gutachten finden Sie im Internet unter http://www.e-fi.de.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.e-fi.de
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie