Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eurostars: BMBF vernetzt forschende KMU in Europa

30.04.2009
Schavan: "Europäische FuE-Projekte ermöglichen kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten, Partnern und Know-how"

Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Deutschland soll der Einstieg in die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung von nun an deutlich erleichtert werden: Das ist Ziel des neuen europäischen Programms Eurostars, an dem die Bundesregierung über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligt ist.

Das BMBF hat das Programm mit initiiert und entscheidend dazu beigetragen, es auf den Weg zu bringen. Mit Eurostars sollen die Innovationskompetenz und Wettbewerbsfähigkeit der KMU nachhaltig gestärkt werden. "Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat unseres Arbeitmarktes in Deutschland und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftskraft unseres Landes. Eurostars soll den KMU über internationale Kooperationen in Forschung und Entwicklung Zugang zu neuen Märkten, Geschäftspartnern und Know-how ermöglichen, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag.

In der ersten Ausschreibung von Eurostars wurden europaweit 202 Projektanträge mit 660 Kooperationspartnern - also KMU, Forschungseinrichtungen und Hochschulen - eingereicht. Von den 45 positiv evaluierten Projektanträgen mit deutscher Beteiligung werden 21 mehrjährige Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund neun Millionen Euro gefördert. Inhaltliche Schwerpunkte der Projekte sind die Informations- und Kommunikationstechnologie, Produktionstechnologie, Neue Werkstoffe, Biotechnologie und Umwelttechnik.

Eurostars wird nach den Prinzipien der europäischen Forschungsinitiative EUREKA organisiert. Das bedeutet: es gibt keine thematischen Vorgaben. Die KMU können also nach dem so genannten Bottom-up-Prinzip das Forschungsthema passgenau nach ihren Bedürfnissen wählen. Ein weiterer Vorteil für die Antragsteller liegt darin, dass für Eurostars die 31 verschiedenen nationalen Förderverfahren innerhalb der EU harmonisiert wurden. Es findet also eine gemeinsame internationale Begutachtung und eine möglichst zeitgleiche Bewilligung der Förderanträge in den beteiligten Ländern statt. Die Förderung der Projektteilnehmer erfolgt jeweils aus nationalen Mitteln. Eurostars ist eine Maßnahme nach Artikel 169 EG-Vertrag - also ein gemeinsames Programm von 31 europäischen Mitgliedsstaaten, weiteren Ländern und der Europäischen Kommission. Für die sechsjährige Laufzeit von 2008 bis 2013 wollen die beteiligten Ländern Fördermittel von 300 Millionen Euro zu Verfügung stellen, die Europäische Kommission gibt 100 Millionen Euro dazu.

"Europa braucht definitiv mehr von solchen Maßnahmen. Ein Programm wie Eurostars macht die Idee Europa für die Beteiligten erfahrbar und zeigt, dass Europa funktioniert. Eurostars ist ein wichtiger Baustein zur Verwirklichung des europäischen Forschungs- und Wirtschaftsraums. Mit der am 1. Juli beginnenden deutschen EUREKA-Präsidentschaft wird Eurostars einen weiteren Schub bekommen", sagte Schavan.

Auch die zweite Ausschreibung zeigt, dass Eurostars den Bedarf an Forschung und Entwicklung bei den kleinen und mittleren Unternehmen aufgreift. So wurden 315 Projektanträge, davon allein 90 mit deutscher Beteiligung, mit über 1.100 Kooperationspartnern eingereicht. Die hohe Zahl von Anträgen zeigt, dass die themenoffene internationale Ausrichtung von Eurostars bei den deutschen KMU ankommt. "Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bringen dank ihrer Flexibilität und Marktnähe besonders viele innovative Produkte und Dienstleistungen hervor. In der derzeitigen Wirtschaftskrise ist es deshalb besonders wichtig, dass die Innovationstätigkeit des Mittelstandes durch geeignete Fördermaßnahmen und ausreichende Mittelausstattung stabilisiert und gesichert wird," sagte Schavan.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Nadja Rohrbach
EUREKA/COST-Büro
Tel.: 0228/3821-346
E-Mail: EUREKA@dlr.de

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.dlr.de
http://www.bmbf.de/press/2535.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics