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EU-Forschungsprojekt entwickelt mit Erlanger Beteiligung neuen pädagogischen Ansatz

19.10.2009
Lernen durch spielen, aber auch lernen anhand der Erfahrungen Anderer: Das Institut für Lern-Innovation der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt sich als Mitkoordinator an dem EU-geförderten Forschungsprojekt "E-vita - European Life Experiences" in dessen Rahmen ein innovativer pädagogischer Ansatz entwickelt wird.

Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 22 Jahren sollen mit Hilfe von Spiele-basiertem Lernen (Game Based Learning) einen Einblick in das Europa vor der Zeit der gemeinsamen Währung und geöffneter Grenzen bekommen.

Dafür wird eine Reihe von interaktiven Lernspielen (Serious Games) entwickelt, die auf unterhaltsame und spannende Art und Weise Wissen vermitteln. Die Inhalte dieser Spiele beruhen auf individuellen Geschichten und Erzählungen aus dem Europa vor der Europäischen Union. So können jüngere Generationen an den Erfahrungen der Älteren teilhaben.

Junge Menschen können sich oft nicht vorstellen, wie Europa einst war. Für E-vita erzählen deshalb Seniorinnen und Senioren aus verschiedenen europäischen Ländern von ihren persönlichen Erfahrungen mit und in Europa; gesammelt werden Biografien, Gebräuche, Wissen und grenzübergreifende Wahrnehmungen. Diese werden dokumentiert und mit Hilfe der interaktiven Lernspiele kombiniert. Auf diese Art und Weise entstehen unterhaltsame Computerspiele mit Bildungshintergrund. Die Spielerinnen und Spieler können die Geschichten aus ihrer eigenen Perspektive nacherleben und lernen so die Geschichte Europas kennen.

Bitte um Mithilfe
E-vita sucht persönliche Erfahrungen mit und in Europa, die bis in die 1960er Jahre zurückreichen und sich über innereuropäische Grenzen hinweg abgespielt haben. Auf der Website des Forschungsprojekts - www.evitaproject.eu - können diese individuellen Geschichten hochgeladen werden. Menschen, die in den 1970ern Gäste aus Osteuropa gehabt haben oder selbst dort zu Besuch waren, werden ebenso gebeten sich zu melden, wie solche, die auf ihren Reisen durch Europa außergewöhnliche Erfahrungen gemacht haben.
Das Institut für Lern-Innovation
Das Institut für Lern-Innovation (FIM NeuesLernen) der Universität Erlangen-Nürnberg beschäftigt sich mit Innovationsprozessen im Bereich Lernen, Bildung und Kompetenz-Entwicklung, vor allem mit einer systemischen Perspektive und in den Interaktionen mit grundlegenden Veränderungsprozessen wie dem Demographischen, Technologischen und Gesellschaftlichen Wandel und der Globalisierung. Dabei ist Lernen der Prozess, Bildung die Institutionalisierung und Kompetenz-Entwicklung das Ergebnis des gleichen Erkenntnisbereichs.

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.000 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel "familiengerechte Hochschule".

Weitere Informationen für die Medien:

Sónia Hetzner
Tel.: 09131/85-24739
sonia.hetzner@fim.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

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