Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgreich genutzte Software zur kooperativen Erstellung von Lerninhalten geht nun Open Source

10.09.2009
Wissenschaftler am hessischen Telemedia Technologie Kompetenz-Center (httc) und am Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) der Technischen Universität Darmstadt haben eine Software entwickelt, mit der sich Selbstlernmodule intuitiv erzeugen lassen. Diese Software mit dem Namen "docendo" wird nun auf der E-Learning 2009 vorgestellt und als Open Source Software einer breiten Öffentlichkeit verfügbar gemacht.

E-Learning bleibt im Trend. Professoren an Universitäten und Hochschulen aber auch Dozenten in Unternehmen und anderen Organisationen setzen zur Wissensvermittlung immer häufiger Selbstlernmodule, sogenannte Web-based-Trainings, ein. Bisher war die Erstellung solcher Module äußerst komplex und erforderte detaillierte Kenntnisse im Umgang mit Multimedia Technologien.

Wissenschaftler am hessischen Telemedia Technologie Kompetenz-Center (httc) und am Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) der Technischen Universität Darmstadt liefern hier seit einiger Zeit Abhilfe: Mit "docendo" haben sie eine Software entwickelt, mit der sich Selbstlernmodule intuitiv erzeugen lassen. Diese wird nun als Open Source Software einer breiten Öffentlichkeit verfügbar gemacht.

"Ein Lernmodul kann mit docendo schneller und einfacher erstellt werden als ein Vortrag mit Power Point", so Dr. Christoph Rensing, der in Darmstadt maßgeblich an der Entwicklung der Software beteiligt war. "Dass dies tatsächlich so ist, zeigen die langjährigen Erfahrungen in unseren Projekten", so Rensing weiter. Seit mehr als fünf Jahren wird docendo von Medizinern und Sportwissenschaftlern an den hessischen Universitäten eingesetzt, die damit schon mehr als 600 Kurse erstellt haben.

Bei docendo werden alle wichtigen Bausteine eines Lernmoduls wie Textpassagen, Bilder, Tabellen oder Graphiken auf einem zentralen Server hinterlegt. Diese können dann einfach und ohne großen Aufwand zusammengesetzt werden. Der Autor kann sich dabei vollständig auf den Inhalt seiner Lerneinheit konzentrieren, da die Formatierung und das Layout vom System übernommen werden. Die Speicherung und Bereitstellung der einzelnen Bausteine auf einem zentralen Server bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. So können Lernmodule kollaborativ angefertigt werden oder einzelne Bauteile und Inhalte eines Lernmoduls untereinander ausgetauscht und wieder verwendet werden. Da auf das System über das Web zugegriffen werden kann, ist keine Installation spezieller Programme auf dem eigenen Rechner notwendig.

Die innovativen Ideen von docendo stammen von den Wissenschaftlern des Fachgebiets KOM. In Kooperation mit dem httc setzten sie diese in dem umfangreichen und erfolgreich eingesetzten Softwareprodukt um. Die langjährige Entwicklung der Software wurde vom Land Hessen und dem Bund gefördert. Seit 2008 ist auch die ETH Zürich beteiligt. Sie führte docendo in einem Projekt ein, das die Zielsetzung verfolgt, den Lernenden individuell maßgerechte Selbstlernmodule zur Verfügung zu stellen. Heute wird docendo vom Network for Educational Technology (NET), dem E-Learning Kompetenzzentrum der ETH Zürich, als Content Authoring Lösung für die ETH betrieben.

Neben der ETH Zürich setzen docendo bisher alle hessischen Universitäten in den Fachbereichen Humanmedizin und Sportwissenschaften erfolgreich ein. Die Nutzung ist jedoch nicht auf Hochschulen beschränkt. "docendo ist universell und überall verwendbar, wo es um Wissensvermittlung geht, z.B. in Schulen, Verbänden oder öffentlichen Institutionen", erklärt Prof. Ralf Steinmetz, Leiter von KOM. Auf der diesjährigen Konferenz "E-Learning 2009", die vom 14. bis 19. September in Berlin stattfindet, wird docendo vorgestellt und als Open Source Produkt veröffentlicht.

Kontakt:
Sandra Siebert M.A.
Hessisches Telemedia Technologie Kompetenz-Center httc e.V.
Merckstraße 25, 64283 Darmstadt
Telefon: 06151 16-3599
Mobil: 0160 93909113
Fax: 06151 16-6152
E-Mail: presse@multimedia-communications.net

Sandra Siebert | idw
Weitere Informationen:
http://www.docendo.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise