Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der elektronische MINT-Mentor

11.05.2010
Tipps für Studium und Bewerbungen, Nachrichten aus der Forschung und eine Stellenbörse – das alles bietet das Internet-Portal myTalent. Mit ihnen will die Fraunhofer-Gesellschaft wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Das Portal richtet sich an alle Jugendliche mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ­ kurz den MINT-Fächern.

»Früh übt sich, wer ein Meister werden möchte«. Getreu diesem Sprichwort bietet Fraunhofer schon Schülerinnen und Schülern einen einfachen und schnellen Zugang zu Informationen rund um Wissenschaft und Technik.

»Wir wollen die Kinder und Jugendlichen bereits an dem Punkt abholen, an dem sie sich die ersten Gedanken über ihren späteren Berufsweg machen – also in der Schule«, sagt Michael Vogel, der die Abteilung Personalentwicklung bei Fraunhofer leitet und Initiator des Portals ist.

»Wir wollen sie begleiten und unterstützen, bis sie in die Forschung gehen. Vielleicht ja auch bei Fraunhofer.« Der frühe Kontakt soll helfen, Vorurteile abzubauen und zeigen, wie spannend und zukunftsrelevant eine Tätigkeit in Forschung und Entwicklung ist. »Wer von vornherein weiß, wie der Arbeitsalltag eines Polymerchemikers, einer Technomathematikerin oder eines Nanophysikers aussieht, der kann sich leichter für einen Studiengang entscheiden und sich vorstellen, was auf ihn zukommt«, so Vogel weiter. Ergebnis: Geringere Studienabbruchquoten und gezielte persönliche Netzwerke.

Das Internetportal myTalent (www.mytalent-portal.de) ist ein wichtiger Baustein im Nachwuchsprogramm FraunhoferTalents!. Hier erhalten Interessierte Informationen rund um die MINT-Studienfächer, Tipps wie man sich bewirbt, Nachrichten aus Wissenschaft und Technik, Artikel, die komplexe Themen verständlich machen. Die Rubrik »Spaß für alle« zeigt Wissenschaft und Technik aus ungewöhnlichem Blickwinkel und ein Wissenschaftsblog schildert, wie das Verfassen einer Doktorarbeit abläuft. Daneben gibt es viele Infos über die Nachwuchsprogramme von Fraunhofer und – wie im jedem sozialen Netzwerk – zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen Kontatk aufzunehmen. Aktuell zum ersten Geburtstag des Portals wurde eine Stellenbörse eingerichtet mit zahlreichen Angeboten zu Fraunhofer Praktika und Diplom-Arbeiten. Außerdem erscheint künftig an jedem zweiten Mittwoch einen Newsletter mit Terminvorschau, aktuellen Meldungen und Praktika-Angeboten.

Begonnen hat myTalent vor einem Jahr als geschlossenes Portal für ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedener MINT-Nachwuchsprogramme – 171 Jugendliche waren gleich zu Beginn mit dabei. Heute sind es über 600, Tendenz stetig steigend. Jetzt können sich alle interessierten Schülerinnen und Schüler über das Portal an Fraunhofer wenden und bekommen ihre Zugangsdaten dann per Mail geschickt. »Wir wollen insbesondere Mädchen und junge Frauen ansprechen und ihnen zeigen, welche unterschiedlichen Berufsmodelle es gibt«, erklärt Michael Vogel. »Im Portal kommen sie in Kontakt mit Gleichgesinnten und können sich austauschen«.

Das FraunhoferTalents!-Programm

Wer Interesse hat, kann bereits ab der 8. Klasse ein FraunhoferTalent! werden. Für Mittelstufen-Schülerinnen und Schüler gibt es die Junior-Akademie, wo sie Roboter bauen, Stahl verarbeiten oder ein Flugzeug (theoretisch) fliegen können. Während der Oberstufenzeit bieten die Talent-Schools Schülern weitere Einblicke in die wissenschaftliche Arbeitswelt. Wenn es auf das Studium zugeht, begleitet das Programm Talent Take Off während der Auswahl der Fächer, der ersten Semester und beim Vernetzen im Verlauf der weiteren Ausbildung. Durchgeführt wird Talent Take Off von der Femtec GmbH an der TU Berlin, die als Hochschulkarrierezentrum seit vielen Jahren in enger Kooperation mit führenden Wirtschaftsunternehmen Programme für den MINT-Nachwuchs gestaltet.

Überzeugt hat das Fraunhofer Nachwuchskonzept bereits namhafte Förderer und Kooperationspartner, die eine stetige Weiterentwicklung ermöglichen: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF fördert das Projekt im »Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen«. Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt die Angebote für Schülerinnen und Schüler. »Jugend forscht« belohnt die Landessiegerinnen und -sieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit der Teilnahme an Fraunhofer Talent-Schools.

Marion Horn | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mytalent-portal.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik