Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einblicke in einen unsichtbaren Kosmos – labortechnische Überwachung von Milch und Milchprodukten

11.06.2013
Ausbildung für Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten modernisiert

Wer kontrolliert eigentlich die Inhaltsstoffe und Eigenschaften der Milch auf ihrem Weg von der Anlieferung bis zum fertigen Produkt? In diesem sensiblen Bereich der Verarbeitung von Rohstoffen und der Lebensmittelproduktion sind „Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten“ tätig.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat jetzt im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der beruflichen Praxis die dreijährige Ausbildung auf den neuesten Stand gebracht. Die Übernahmechancen als Fachkraft sind sehr gut.

Die modernisierte Ausbildungsordnung berücksichtigt die technischen Fortschritte im Bereich der chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Untersuchung von Milch, Milcherzeugnissen, Butter und Käse sowie den Zuwachs an Aufgaben und Verantwortung insbesondere im Hinblick auf Qualitätssicherungsprozesse.

Die beruflichen Kompetenzen der Milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Laboranten erstrecken sich von der Entnahme und Vorbereitung von Proben für Untersuchungen über das Anwenden und Dokumentieren von produktspezifischen Untersuchungsverfahren bis hin zur Durchführung sensorischer Prüfungen und deren Bewertung. Neben Personal-, Produkt- und Betriebshygiene spielt im Umgang mit dem Rohstoff Milch die Lebensmittelsicherheit eine besondere Rolle. Insofern sind die Laboranten eine wichtige Kontrollinstanz, die zwar auf die Herstellung der zugelieferten Milch keinen Einfluss hat, aber sicherstellt, dass nur einwandfreie Produkte auf den Markt kommen.

Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten arbeiten nicht nur in milchverarbeitenden Betrieben, sondern auch in anderen Bereichen der Lebensmittelindustrie, zum Beispiel der Feinkost-, Getränke- oder Süßwarenherstellung. Untersuchungslabore bieten weitere Tätigkeitsbereiche. Bundesweit werden jährlich rund 150 Ausbildungsplätze angeboten.

Im Anschluss an die Ausbildung stehen Aufstiegs- und Weiterbildungswege beispielsweise zum/-r milchwirtschaftlichen Labormeister/-in, zum/-r Molkereimeister/-in, zum/-r Industriemeister/-in Lebensmittel oder zum/-r Staatlich geprüfte/-n Techniker/-in offen.

Die modernisierte Ausbildungsordnung und der darauf abgestimmte, von der Kultusministerkonferenz (KMK) für den schulischen Teil der dualen Ausbildung entwickelte Rahmenlehrplan lösen zum 1. August die bestehenden Regelungen aus dem Jahr 1988 ab.

Weitere Informationen zur neuen Ausbildungsordnung „Milchwirtschaftlicher Laborant/Milchwirtschaftliche Laborantin“ unter
http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

Ansprechpartner im BIBB:
Markus Bretschneider; E-Mail: bretschneider@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de
http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie