Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Durchbruch für PISA 2009 mit deutschem Know-how

13.10.2009
DIPF ermöglicht computerbasiertes Testen der Lesekompetenz in 20 Staaten

In der internationalen PISA-Studie 2009 wurde erstmals die Lesekompetenz von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf elektronische Medien getestet. An der Konzeption und technischen Umsetzung dieses computerbasierten Lesetests in 20 Staaten war das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung maßgeblich beteiligt.

Schon an der Entwicklung des Testkonzepts und der Computer-Aufgaben hatte das DIPF entscheidend mitgewirkt. "Wir prüfen damit, wie gut die Jugendlichen Informationen im Netz aufsuchen, lesen und zur Lösung von Problemen nutzen können", sagt Dr. Johannes Naumann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIPF und als Spezialist für "Hypertext-Lesen" an der Entwicklung des Tests beteiligt.

Technologie-Experten des DIPF waren dann damit befasst, die Aufgaben technisch so aufzubereiten, dass sie auf unterschiedlichsten Computersystemen in verschiedenen Sprachen zuverlässig arbeiten. "Insgesamt sind alle Beteiligten positiv überrascht, wie stabil die Testtechnologie war", betont Dr. Heiko Rölke, technischer Koordinator des DIPF-Projekts "Technology Based Assessment" (TBA) http://www.dipf.de/projekte/technology-based-assessment, in dessen Rahmen innovative Technologien zur Unterstützung verschiedener Anforderungen der Kompetenzmessung entwickelt werden.

Pro Staat waren etwa 200 Schulen beteiligt, so dass die Testsysteme insgesamt in rund 4000 Schulen zum Einsatz kamen. "Wir hatten es mit einer enormen Vielfalt an Schulcomputern und einer großen Zahl unterschiedlicher Testsprachen zu tun", erläutert Rölke. Die PISA-Studie erfasst in 68 Staaten die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Dies geschieht normalerweise "papierbasiert", das heißt mit gedruckten Testheften. Bei der Testerhebung 2009 hatten sich 20 dieser Staaten entschieden, zusätzlich einen computerbasierten Lesetest einzusetzen.

Dieser große Erfolg des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten TBA-Projekts wurde in enger Zusammenarbeit mit der Leitung des PISA-Konsortiums, dem Australian Council for Educational Research (ACER), http://www.acer.edu.au erzielt. Als Mitglied des internationalen Konsortiums für PISA 2009 http://pisa.dipf.de/pisa-2009 beteiligt sich das DIPF mit TBA an der Entwicklung und Erprobung innovativer, computergestützter Testformate. Anders als die bisherigen papierbasierten Verfahren bieten computergestützte Testmethoden eine effizientere Leistungserfassung, weil sie die Nutzung lebensnaher Testszenarien durch dynamische und interaktive Aufgaben ermöglichen.

Der Einsatz von Computern für die Kompetenzmessung wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. Um im Rahmen der nächsten OECD-Studien - PIAAC, das so genannte "PISA für Erwachsene" und PISA 2012 - realitätsnahe Problemlösekompetenzen zu erfassen, arbeitet das DIPF intensiv an der Simulation verschiedener Szenarien.

Informationen und Kontakt
DIPF-Projekt TBA http://tba.dipf.de: Dr. Heiko Rölke, Tel. 069/24708-315, E-Mail roelke@dipf.de (Technologie)

Dr. Thomas Martens, Tel. 069/ 24708-306, E-Mail martens@dipf.de (Testentwicklung)

Christine Schumann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dipf.de
http://tba.dipf.de
http://pisa.dipf.de/pisa-2009

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik