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Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an

25.08.2016

Bundesweit öffnen sich die Schulen und Hochschulen immer schneller für frei verfügbare und nutzbare Bildungsmaterialien (OER), die vor allem digital zur Verfügung stehen. Damit halten neue Lern- und Lehrformen Einzug in den Schulalltag, die beispielsweise Lernen und das Teilen von Wissen fördern. Dies zeigt eine Erhebung der Technologiestiftung Berlin, die die Entwicklung seit 2014 bundesweit beobachtet und jetzt aktuelle Zahlen vorlegt.

Alle Bundesländer bieten heute Informationsmaterialien zum Thema OER an und haben Fortbildungsangebote für Lehrkräfte etabliert. Das war vor drei Jahren noch anders. 2014 lagen lediglich in 10 der 16 Bundesländer Informationsmaterialien zum Thema OER vor. Als einziges Bundesland organisierte Berlin für seine Lehrkräften Fortbildung zum OER.


OER 2016 in Deutschland: Noch immer gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

Technologiestiftung Berlin

Noch immer gibt es von Bundesland zu Bundesland deutliche Unterschiede im Umgang mit OER. Während die Spitzenreiter Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg mittlerweile Aufklärungskampagnen unterhalten und zertifizierte Unterlagen vorlegen, haben andere Bundesländer wie Sachsen und Mecklenburg Nachholbedarf. Insgesamt aber geht die Entwicklung voran. So wurden in vielen Bundesländern in den zurückliegenden drei Jahren Förderprogramme und Leuchtturmprojekte auf den Weg gebracht.

Allerdings verfügt bisher nur Hamburg über eine OER-Koordinierungsstelle. Auch die Einbindung in internationale OER-Registries hat noch kein Bundesland unternommen. Dabei könnten Koordinierungsstellen und die Einbindung in internationale Netzwerke Impulse geben und die Entwicklung voranbringen.

Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin: „ Offene, frei zugängliche und nutzbare Lernmaterialien gehören in Zeiten der Digitalisierung zum Schulalltag und kommen dort auch endlich an. Ihre Bedeutung für die Schulen schlägt sich noch nicht hinreichend in den Strukturen nieder.

Die Bildungspolitik muss jetzt dafür sorgen, dass Koordinierungsstellen geschaffen werden und sich die Szene weiter vernetzt, über die einzelnen Bundesländer hinaus.“

Die gesamte Erhebung steht unter auf der Internetseite der Technologiestiftung zur weiteren Information und zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:

https://www.technologiestiftung-berlin.de/index.php?id=208

Frauke Nippel | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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