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Deutschland an der Spitze bei den FuE-Ausgaben

27.10.2008
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer Herbstsitzung am 27. Oktober 2008 über Fortschritte beim Erreichen des 3-Prozent-Ziels der Lissabon-Strategie eine Zwischenbilanz gezogen:

Der neueste Fortschrittsbericht der GWK zeigt, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland von rund 55,7 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf insgesamt 58,9 Mrd. Euro im Jahr 2006, also um knapp 6 Prozent, gestiegen sind.

Damit hat die FuE-Quote im Jahr 2006 die 2,5 Prozent-Marke wieder überschritten und lag bei 2,54 Prozent. Trotz gestiegenem Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist es also im Berichtszeitraum gelungen, die FuE-Quote weiter zu steigern.

Mit seinen Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) gehört Deutschland zur Spitzengruppe in Europa. Mit seiner FuE-Quote am BIP steht es nach Schweden (3,73 Prozent) und Finnland (3,45 Prozent) an dritter Position. In absoluten Zahlen (58,9 Mrd. Euro) betrachtet gibt kein anderer Staat in Europa mehr für FuE aus als Deutschland: erst an zweiter und dritter Stelle folgen Frankreich mit 38 Mrd. Euro und Großbritannien mit 32 Mrd. Euro.

o Die Bundesregierung hat mit dem 6 Mrd. Euro-Programm die FuE-Ausgaben deutlich erhöht und mit der Hightech-Strategie die Weichen für Forschung, Entwicklung und Innovation neu gestellt. Der Bund hat seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung von rund 9 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf über 9,3 Mrd. Euro im Jahr 2006 gesteigert. Im Jahr 2007 waren es 10,1 Mrd. Euro.

o Die Länder steigerten ihre FuE-Ausgaben um 277,1 Mio. Euro von 2005 auf 8,0 Mrd. Euro im Jahr 2006. Für das Jahr 2007 ermitteln neuere Schätzungen FuE-Ausgaben der Länder in Höhe von 8,3 Mrd. Euro, so dass auch die Länder ihre FuE-Ausgaben weiter erhöht haben.

o Die internen FuE-Aufwendungen der Wirtschaft sind im Jahr 2006 gegenüber 2005 um 6,5 Prozent auf 41,1 Mrd. Euro gestiegen. Entgegen des EU-Trends erbringt die Wirtschaft in Deutschland ihren Zwei-Drittelanteil an den derzeitigen FuE-Ausgaben.

Die GWK-Vorsitzende, Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan, und der stellvertretende GWK-Vorsitzende, der Berliner Wissenschaftssenator Prof. Dr. Jürgen E. Zöllner, erklärten, dass Deutschland auf dem Weg zum 3-Prozent-Ziel ein weiteres Stück vorangekommen sei. Angesichts der angespannten Finanzsituation richteten sie aber den dringenden Appell an alle Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik, in ihren Anstrengungen, die FuE-Ausgaben zu steigern, jetzt nicht nachzulassen: Das Lissabonziel sei kein Selbstzweck, sondern beruhe auf der Erkenntnis, dass unter den Industrienationen im Ergebnis solche Volkswirtschaften besonders erfolgreich seien, die überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung investieren.

Rebekka Kötting | idw
Weitere Informationen:
http://www.gwk-bonn.de

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