Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland und Portugal kooperieren bei der beruflichen Bildung

05.11.2012
Bundesbildungsministerin und ihr Amtskollege Crato vereinbaren enge Zusammenarbeit / Schavan: „Duales System ist ein Erfolgsmodell“

Deutschland und Portugal werden bei der beruflichen Bildung stärker zusammenarbeiten. Bundesbildungsministerin Annette Schavan und ihr portugiesischer Amtskollege Nuno Crato haben heute in Berlin ein Abkommen unterzeichnet, das den Austausch von Auszubildenden und Schülern vorsieht.

Zugleich sollen sich Bildungsexperten und Verantwortliche von Unternehmen aus beiden Ländern auf regelmäßiger Basis treffen und gegenseitig informieren. Ziel der engen Zusammenarbeit ist ein besserer Übergang von jungen Menschen in die Arbeitswelt.

„Für die Zukunft Europas ist entscheidend, dass wir jungen Menschen gute Chancen eröffnen. Die berufliche Bildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell. Wir freuen uns deshalb, unsere Erfahrungen weiterzutragen. Von der deutsch-portugiesischen Zusammenarbeit werden unsere beiden Länder profitieren“, sagte Schavan. Der portugiesische Bildungsminister Nuno Crato sagte: „Unsere Regierung ist sehr daran interessiert, die berufliche Bildung landesweit in einem systematischen und organisierten Prozess zu entwickeln. Das ist besonders wichtig in einer Zeit, da die Arbeitslosigkeit steigt und wir gleichzeitig Techniker und andere Fachkräfte brauchen, um unsere Wirtschaft weiterzuentwickeln und unsere Produktivität zu steigern. Wir wollen erfahren, wie das duale System in Deutschland funktioniert. Darüber hinaus wird die Kooperation unserer beiden Länder neue Möglichkeiten für unsere Jugendlichen schaffen.“

In Portugal gibt es derzeit großes Interesse an Reformen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Hintergrund dafür ist die große Zahl an Jugendlichen, die momentan keine Beschäftigung finden. So lag in Portugal die Zahl der unter 25-Jährigen ohne Job laut Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, im September 2012 bei 35,1 Prozent. Demgegenüber liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland bei 8,0 Prozent. Bislang findet in Portugal die Ausbildung für einen Beruf nicht wie in Deutschland in der Berufsschule und in einem Betrieb statt, sondern überwiegend schulisch.

Um einen Einblick in das duale Berufsbildungssystem in Deutschland zu bekommen, wird die Delegation des portugiesischen Bildungsministeriums im Rahmen ihres Besuches eine Berufsschule, ein Unternehmen sowie ein europäisches Berufsbildungsprojekt in Berlin besuchen. Darüber hinaus informieren Vertreter des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB), des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) über die Besonderheiten des Berufsbildungssystems sowie die Rolle der Kammern und Sozialpartner.

Derzeit ist in vielen europäischen Ländern die Nachfrage nach dem dualen System in Deutschland groß. Bereits im Juli hatte Schavan mit dem spanischen Bildungsminister Wert Ortega eine Vereinbarung unterzeichnet. Noch im November ist ein deutsch-italienisches Abkommen geplant. Mit weiteren Ländern in und außerhalb Europas arbeitet das BMBF im Bereich der beruflichen Bildung eng zusammen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/17127.php

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.bmbf.de/de/17127.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie