Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland beteiligt sich an Forschungsanlage ESS

04.07.2014

15 europäische Staaten vereinbaren mit Schweden und Dänemark Projekt zur Forschung an Neutronen / Wanka: "Gemeinsam erreichen wir mehr"

Im schwedischen Lund kann die weltweit modernste Forschungseinrichtung mit einer neuartigen Neutronenquelle entstehen, die auf die bisher in Forschungsreaktoren notwendige Kernspaltung verzichten wird.

Deutschland hat jetzt entschieden, sich am Bau und Betrieb dieser Europäischen Spallations Neutronenquelle (ESS) zu beteiligen. An der ESS werden sich somit 15 europäische Staaten gemeinsam mit Schweden und Dänemark beteiligen und eine einzigartige Anlage für die Forschung mit Neutronen errichten.

Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sagte anlässlich der Entscheidung:

"Wir sind in Europa nur in der Lage, große Forschungsthemen voranzutreiben, wenn wir mit unseren Partnern handeln. Gemeinsam erreichen wir mehr. Deutschland beteiligt sich daher gerne an Errichtung und Betrieb der Forschungsanlage ESS. Wir sind davon überzeugt, dass bedeutende Gesellschaftsthemen von der Biologie und den Lebenswissenschaften bis zur Material- und Energieforschung in einem länderübergreifenden Projekt mit modernster Infrastruktur besonders effektiv erforscht werden können."

Die ESS wird sowohl in der Grundlagen- als auch in der angewandten Forschung genutzt werden können. Schon heute basiert das Verständnis von magnetischer Informationsspeicherung, die Entwicklung von Materialien für Halbleiter-Leistungselektronik und die Erzeugung von Radioisotopen für die Nuklearmedizin weitgehend auf der Forschung mit Neutronen.

Künftig sollen mit Neutronen auch Energiespeichersysteme optimiert, maßgeschneiderte Moleküle für den Einsatz in der Medizin bereitgestellt und neue funktionale Materialien entwickelt werden.

Die ESS soll als europäische Forschungsinfrastruktur in der Rechtsform eines European Research Infrastructure Consortium (ERIC) gegründet werden. Von den rund 1,8 Milliarden Euro Baukosten werden die Sitzstaaten Schweden und Dänemark die Hälfte tragen.

Deutschland beteiligt sich an den Baukosten mit insgesamt 202.5 Millionen Euro, an den Betriebskosten mit jährlich 15 Millionen Euro. Deutsche Forschungseinrichtungen werden Experimentierstationen für die Beschleunigeranlage entwickeln und bauen.

So fördert die finanzielle Beteiligung des BMBF an der ESS gleichzeitig die deutsche Forschung und Technologieentwicklung sowie die Vertiefung des europäischen Forschungsraums.

Die Zusammenarbeit mit den skandinavischen Partnern in der Großgeräteforschung hat Tradition. Auch bei den europäischen Großgeräten European XFEL in Hamburg und FAIR in Darmstadt arbeiten wir eng und vertrauensvoll zusammen.

Weitere Informationen unter: http://www.bmbf.de/de/6557.php; http://europeanspallationsource.se

Pressereferat | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften