Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Wirtschaft steigert 2011 ihre Forschungsausgaben

14.07.2011
Prognose des Stifterverbandes sieht Unternehmen auf einem stabilen Wachstumspfad – FuE-Frühindikator bei +0,42

Die deutschen Unternehmen werden in diesem Jahr deutlich mehr für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgeben als im Jahr 2010. Das ergab jetzt eine repräsentative Befragung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Drei Viertel wollen ihre FuE-Aufwendungen steigern, ein Drittel der befragten Unternehmen sogar deutlich.

Aus den Angaben ermitteln die Experten des Stifterverbandes einen sog. FuE-Frühindikator. Dessen Wert liegt jetzt bei +0,42 und damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (+0,44). Im Jahr 2010 steigen die FuE-Aufwendungen der Wirtschaft laut Planangaben vom Herbst 2010 um 4,4 Prozent auf 58,4 Milliarden Euro. Einen vergleichbaren Zuwachs erwartet der Stifterverband nun auch für 2011. „Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft“, sagt Andreas Kladroba, Geschäftsführer der Stifterverband-Wissenschaftsstatistik. „Die deutsche Wirtschaft hat die Krise gut überstanden und befindet sich wieder auf einem stabilen Aufwärtspfad“, so Kladroba.

Der FuE-Frühindikator gibt auf einer Skala zwischen -1 (starker Rückgang) und +1 (starke Zunahme) die Erwartungen der Wirtschaft wieder. Er stützt sich auf der Einschätzung von rund 1.000 Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen. Diese Unternehmen repräsentieren rund 20 Prozent der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft.

Von den befragten Unternehmen haben 75 Prozent angegeben, dass sie im Jahr 2011 ihre FuE-Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr steigern werden, gut ein Drittel will seine FuE-Anstrengungen sogar deutlich steigern. Knapp 18 Prozent gehen dagegen von einem Rückgang der eigenen FuE-Aufwendungen aus.

Pressekontakt:
Dr. Frank Stäudner
Leiter Kommunikation und Presse
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Tel.: (0201) 8401-158
E-Mail: frank.staeudner@stifterverband.de
Fachkontakt:
Dr. Andreas Kladroba
Geschäftsführer
Wissenschaftsstatistik gGmbH im Stifterverband
Tel.: (0201) 8401-428
E-Mail: andreas.kladroba@stifterverband.de

Frank Stäudner | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie