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Deutsche Unternehmen steigern ihre weltweiten Forschungsaufwendungen 2008 deutlich

19.11.2009
Im Jahr 2008 haben die deutschen Unternehmen ungeachtet der heraufziehenden Wirtschafts- und Finanzkrise weltweit deutlich mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben als 2007.

Dies ergab eine Auswertung der Geschäftsberichte von über 100 international tätigen Konzernen durch die Wissenschaftsstatistik GmbH im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Insgesamt haben multinationale Konzerne mit Hauptsitz in Deutschland 42,3 Mrd. Euro weltweit für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dies waren fast 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Nachdem im Zeitraum 2005 bis 2007 quasi keine Veränderungen zu verzeichnen waren, ist damit erstmalig nach drei Jahren wieder eine deutliche Zunahme zu erkennen.

Getragen wird der Anstieg vor allem vom KfZ-Bau und der Chemieindustrie. Der KfZ-Bau, der mit 21,4 Mrd. Euro gut 50 Prozent der gesamten FuE-Aufwendungen trägt, konnte über 12 Prozent zulegen.

Die chemische Industrie steigerte ihre weltweiten FuE-Aufwendungen um gut 10 Prozent. Dagegen nahmen die FuE-Anstrengungen des Maschinenbaus mit einem Plus von 6,1 Prozent nur unterdurchschnittlich zu, bei der Elektroindustrie lag der Wert sogar nur bei +2,3 Prozent.

Inwieweit der Standort Deutschland davon profitiert oder ob die Veränderungen vor allem im Ausland zu verzeichnen sind, kann mit diesen Zahlen nicht ausgesagt werden, da die Geschäftsberichte in den meisten Fällen keine Trennung zwischen Inlands- und Auslands-FuE zulassen. Ebenfalls kann noch keine Aussage über das Forschungsverhalten der nur in Deutschland tätigen Unternehmen gemacht werden. Beide Fragestellungen können erst mit den neuen nationalen FuE-Zahlen, die der Stifterverband am 18. Dezember 2009 veröffentlichen wird, beantwortet werden.

Moritz Kralemann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de

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