Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Hochschulen wollen global mitmischen

30.09.2010
Audit hilft bei Internationalisierung. Staatssekretärin Quennet-Thielen: „Wir brauchen eine Willkommenskultur für Wissenschaftler und Studierende.“

Die deutschen Universitäten und Fachhochschulen wollen sich stärker international vernetzen und attraktiv für Studierende und Wissenschaftler aus dem Ausland sein.

Künftig wird ein Audit sie dabei unterstützen: Renommierte Experten aus dem In- und Ausland besuchen die Hochschulen, führen Interviews, analysieren Zielsetzungen und bereits laufende Maßnahmen und geben konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Internationalisierungsstrategie. Die Ergebnisse der Pilotphase stellen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute auf der Konferenz „Internationalisierung in der Praxis: Herausforderungen und Perspektiven“ in Berlin vor.

Das BMBF fördert das Projekt bis Ende 2013 mit etwa 2,6 Millionen Euro. Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen: „Wer im internationalen Wettbewerb bestehen will, muss exzellent und weltoffen sein. Die Hochschule der Zukunft wird international sein. “Die Staatssekretärin unterstrich die hohe Priorität des Themas: „Die Internationalisierung nutzt auch den deutschen Studierenden, die hier bleiben, und ist kulturell und wirtschaftlich ein Gewinn für den jeweiligen Standort. Damit gewinnen wir auch Fachkräfte und Talente.“ Die Hochschulen engagieren sich im Laufe des Projekts zunehmend finanziell und führen das Audit ab 2013 in eigener Regie durch. Damit wird es nachhaltig in den Hochschulen verankert.

... mehr zu:
»Audit »BMBF »HRK »Pilotphase »Quennet-Thielen

Während einer Pilotphase im vergangenen Jahr nahmen sechs Hochschulen am Audit teil: die Universität Bielefeld, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Georg-August-Universität Göttingen, die Hochschule Mannheim sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften – FH München. Beworben hatten sich zehn Mal so viele. Für die zweite Projektphase, die am 1. September 2010 startete, werden rund 45 weitere Hochschulen für eine Teilnahme ausgewählt.

Dieses starke Interesse spiegele die wachsende Bedeutung der Internationalisierung für die Hochschulen, betonte Prof. Dr. Dieter Lenzen, Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten der HRK in Berlin: „Die Gesellschaft verlangt heute von den Hochschulen, ihre Studierenden zu Weltbürgern heranzubilden und Forschung für die Weiterentwicklung der Gesellschaften zu betreiben“, so Lenzen. Gleichzeitig stünden die Hochschulen untereinander national und international stärker im Wettbewerb. „Angesichts dieser Rahmenbedingungen wird Internationalisierung für die Hochschulen zu einer strategischen Aufgabe, die geplantes Handeln und professionelles Management verlangt“, erklärte Lenzen.

Susanne Schilden | idw
Weitere Informationen:
http://www.hrk.de/

Weitere Berichte zu: Audit BMBF HRK Pilotphase Quennet-Thielen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE