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Deutsche Forschungseinrichtungen an Europas Spitze

18.12.2009
Erster europaweiter Wettbewerb des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie

Deutsche Forschungseinrichtungen an Europas Spitze

Erster europaweiter Wettbewerb des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie

Deutsche Institute sind an der Spitze der europäischen Forschung und Innovation. Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) hat jetzt drei "Wissens- und Innovationsgemeinschaften" (KICs) ausgewählt, und zwar auf den Gebieten Nachhaltige Energie (KIC InnoEnergy), Zukunft der Informations- und Kommunikationsgesellschaft (EIT ICT Labs) und Klimawandel - Klimaschutz und Klima-Anpassung (Climate-KIC). An allen drei KICs sind deutsche Forschungsinstitutionen maßgeblich beteiligt, beim KIC InnoEnergy liegt die Federführung beim Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Für die Förderung der KICs stehen vom EIT 308 Mio. Euro bis Ende 2013 zur Verfügung.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte am Donnerstag in Berlin: "Die Exzellenzinitiative, der Spitzenclusterwettbewerb und die Hightech-Strategie in den relevanten Bereichen haben sicherlich zu diesem sehr guten Ergebnis deutscher Einrichtungen im europäischen Wettbewerb beigetragen."

In den ausgewählten KICs sollen künftig Spitzenkräfte aus Europa und der Welt auf den Gebieten Klima, Energie und Informations- und Kommunikationstechnik eng zusammenarbeiten. Ziel des EIT ist es, für das Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation regional verankerte Netzwerke in zukunftsweisenden Technologiefeldern zu errichten. Akteure aus allen drei Bereichen sollen zusammenarbeiten und Innovationscluster etablieren. Damit soll die Brücke zwischen Forschungsergebnissen und gewinnbringenden Märkten geschlagen werden.

"Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas wird durch die innovative Vernetzung des Wissensdreiecks langfristig gestärkt", sagte Schavan. "Zum ersten Mal wird durch den Dreiklang von Bildung, Forschung und Innovation ein neues Kapitel zur Stärkung der Innovationskraft Europas aufgeschlagen."

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 wurden die wesentlichen Kernelemente des EIT sowie die Auswahlkriterien für die KICs definiert. So zählen unter anderem die gegenwärtige und potenzielle Innovationskapazität innerhalb des KIC sowie herausragende Leistung in Innovation, Hochschulbildung und Forschung (Wissensdreieck) sowie die Fähigkeit des KIC, eine tragfähige und langfristig eigenständige Finanzierung bereitzustellen, zu den Auswahlkriterien. Die Bereitschaft der KICs, Kontakt zu anderen Organisationen und Clustern außerhalb der Wissens- und Innovationsgemeinschaft mit dem Ziel zu unterhalten, bewährte Praktiken und Spitzenleistungen auszutauschen, macht das EIT zu einem Modell für Forschungs- und Innovationsprozesse.

"Das EIT gilt in der Fachwelt als das innovativste europäische Förderinstrument und als wegweisender Ansatz zur Erfassung der gesamten Innovationskette durch ein integrativ konzipiertes Förderprogramm", sagte Schavan.

Die KICs im Einzelnen:

Climate-KIC: Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel

Ziel der Initiative ist es, die Kräfte von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu bündeln, um durch einen wirksamen Innovationsschub den Klimawandel zu bekämpfen und die Gesellschaft auf die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten.

Mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. stellt Deutschland einen der fünf akademischen Hauptpartner. Aus der deutschen Wirtschaft sind weiterhin Bayer, Beluga Shipping, SAP und Solar Valley als Hauptpartner beteiligt, wie auch die Region Hessen. Weitere Partner im Verbund sind die Technische Universität Berlin, das Deutsche Zentrum für Geoforschung Potsdam (GFZ), die Technische Universität München, der Klimacampus Hamburg, das Forschungszentrum Jülich sowie die Länder Berlin und Brandenburg, RWE, Deutsche Bank und Schott AG. Die Partnerländer sind Großbritannien, Schweiz, Frankreich und Niederlande.

KIC InnoEnergy: Nachhaltige Energie

KIC Inno Energy will nachhaltige Energiesysteme in die Wirtschaft und Gesellschaft implementieren. Europäische Technologieführerschaft und Unternehmergeist sollen gefördert werden. Initiator der europäischen Allianz im Bereich erneuerbarer Energien ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das einmal mehr seine Führungsrolle als Deutsches und Europäisches Energieforschungszentrum demonstriert. Insgesamt werden 35 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft eingebunden. In Deutschland sind dies zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Stuttgart, die EnBW und SAP. Weitere Partner kommen aus der Schweiz, den Benelux Ländern, Spanien, Polen und Schweden. Vom KIT-Konsortium profitierten Forschung, Entwicklung, aber auch die Lehre. Insgesamt ist im gesamten Verbund die Ausbildung von rund 1 500 Master- und PhD-Studierenden vorgesehen.

(EIT ICT Labs) Nächste Generation der Informations- und Kommunikationsgesellschaft

Ziel des ICT Labs ist es, den grundlegenden Wandel Europas hin zu einer Wissensgesellschaft durch verstärkte Verbreitung von internet-basierten Diensten voranzutreiben. Die deutschen Core-Partner sind die TU Berlin, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Siemens, SAP und die Deutsche Telekom. Innerhalb dieses Konsortiums koordiniert Berlin den Bereich Innovation, Paris das Feld Forschung und Stockholm den Bereich Ausbildung. Der Standort Helsinki fokussiert auf Anwender zentrierte Entwicklungen und Eindhoven bringt seine Themen Health und Well-being ein. Das deutsche Colocation-Centre als Mittelpunkt der KIC-Aktivitäten wird in Berlin auf dem Campus der TU Berlin eingerichtet. Damit wird Berlins Stellung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien erheblich gestärkt und zu einem europäischen Leuchtturm ausgebaut.

Die KICs werden ihre Arbeit nach Vertragsunterzeichnung mit dem Verwaltungsrat des EIT im März/April 2010 aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.forschungsrahmenprogramm.de/eit.htm

http://www.eubuero.de/service/newsletter/archiv#eit

http://eit.europa.eu/home.html

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

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