Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Berufsbildung der arabischen Welt näher bringen

07.05.2009
Erstes deutsch-arabisches Bildungsforum stärkt Vertrauen und öffnet Chancen für Zusammenarbeit

"Wir schaffen eine neue Plattform für Austausch, Begegnung und Zusammenarbeit in Bildungsfragen zwischen Deutschland und der arabischen Welt", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Donnerstag auf dem ersten deutsch-arabischen Bildungsforum in Berlin.

Unter ihrer Schirmherrschaft diskutieren heute 280 Bildungsexperten über aktuelle bildungspolitische Entwicklungen in beiden Ländern, um die deutsch-arabische Bildungskooperation weiter zu vertiefen.

Keine andere Region der Welt hat in den letzten Jahren ein höheres Bevölkerungswachstum verzeichnet als der arabische Raum. Nach Angaben der Weltbank wuchs die Bevölkerung dort von 112 Millionen 1950 auf heute 415 Millionen, davon sind mehr als 36 Prozent unter 15 Jahren. 70 Millionen junge Frauen und Männer suchen eine Ausbildung mit einer Beschäftigungsperspektive. Dies sind immense Herausforderungen für die Bildungssysteme auf der arabischen Halbinsel, die zur Zeit auch die höchsten Arbeitslosenzahlen weltweit verzeichnet. Viele Länder wie Ägypten, Saudi-Arabien, Tunesien und die Golfregion investieren deshalb massiv in den Ausbau ihrer Bildungseinrichtungen

Ziel der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der deutsch-arabischen Industrie- und Handelskammer (Ghorfa) organisierten Konferenz ist die Vernetzung deutscher Anbieter von beruflicher Aus- und Weiterbildung sowie von Hochschulvertretern mit Partnern in der arabischen Welt.

Die Chancen für gemeinsame Projektentwicklungen sind gut. Die deutsche Berufsbildung mit ihrer Praxis- und Arbeitsmarktorientierung sowie deutsche Hochschulen, insbesondere auch Fachhochschulen und duale Studiengänge, haben im arabischen Raum einen exzellenten Ruf. Das BMBF unterstützt deshalb mit der sogenannten iMove-Initiative gezielt Bestrebungen deutscher Bildungsanbieter, die ihr Know-how und ihre Erfahrungen ins Ausland vermitteln wollen.

"Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um der arabischen Welt das deutsche Aus- und Weiterbildungssystem näher zu bringen", sagte Schavan. "Bildung und Wissenschaft sind entscheidend für globalen Wohlstand und Entwicklung und für die Sicherung eines friedlichen Zusammenlebens. Deshalb fördern wir deutsche Bildungsexperten, die ihre Erfahrungen in die arabischen Partnerländern exportieren möchten. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen."

iMOVE (International Marketing of Vocational Education) ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen. Deutschen Weiterbildungsanbietern hilft iMOVE mit einem umfangreichen Service bei der Erschließung internationaler Märkte. Mit dem Slogan "Training - Made in Germany" wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.imove-germany.de/
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie