Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Russisches Zentrum für Terahertz-Forschung gegründet

01.12.2009
Universität Regensburg baut Forschung im Bereich der Physik abermals aus

Die Terahertzstrahlung, auch Submillimeterwellen genannt, liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen der Infrarot- und der Mikrowellenstrahlung. Da sie lange Zeit nur sehr eingeschränkt genutzt werden konnte, sprach man auch von der Terahertz-Lücke im elektromagnetischen Spektrum. Erst vor kurzem wurde damit begonnen, die Terahertzstrahlung als Forschungsfeld zu erschließen und sie so für verschiedene Anwendungen nutzbar zu machen.

Die Forschung mit Terahertzstrahlung steht nun im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten "Deutsch-Russischen Zentrums für Terahertz-Forschung und Technologie", das vor kurzem an der Fakultät Physik der Universität Regensburg neu eingerichtet wurde. Auf russischer Seite sind dabei drei renommierte Forschungsinstitutionen - das IOFFE Institut und die Polytechnische Universität in St. Petersburg, sowie die Lomonosov Universität in Moskau - als Kooperationspartner eingebunden. Auf deutscher Seite werden die Aktivitäten vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg koordiniert. Neben Prof. Dr. Dieter Weiss ist vor allen Dingen Prof. Dr. Sergey Ganichev als Direktor des neuen Zentrums an der künftigen Arbeit beteiligt.

Die Terahertzforschung schließt die Lücke zwischen dem optischen und dem Mikrowellen-Spektralbereich und verspricht sowohl für die Festkörperphysik wie auch für die Bildgebung in Medizin und Sicherheitstechnik neuartige Anwendungen. Im Rahmen des Zentrums für Terahertz-Forschung und Technologie stehen Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Spintronik, Optik und Optoelektronik als auch die Entwicklung von THz-Halbleiterquellen und -detektoren auf der Agenda.

Darüber hinaus ist es das erklärte Ziel des Zentrums, eine engere Zusammenarbeit zwischen deutschen und russischen Wissenschaftlern auf diesem aktuellen und zukunftsträchtigen Forschungsfeld zu fördern. Dies soll durch die Finanzierung von Aufenthalten von Gastwissenschaftlern und durch gemeinsame Tagungen der beteiligten Einrichtungen erreicht werden.

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Sergey Ganichev
Universität Regensburg
Direktor des Terahertz-Zentrums
Institut für Experimentelle und Angewandte Physik
Tel.: 0941 941-2050
Sergey.Ganichev@physik.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften