Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Russisches Wissenschaftsjahr mit positiver Bilanz

22.05.2012
Nachwuchsförderung und berufliche Bildung standen im Mittelpunkt / Schavan: „Wir sind entscheidende Schritte vorangekommen“

Mit einer Konferenz an der Freien Universität Berlin geht heute das Deutsch-Russische Wissenschaftsjahr zu Ende. Es stand unter dem Motto „Partnerschaft der Ideen“ und hat seit Mai 2011 in beiden Ländern die Vielfalt und die Exzellenz deutsch-russischer Bildungs- und Forschungskooperationen zum Ausdruck gebracht. In weit mehr als 200 Veranstaltungen wurden neue Kontakte geknüpft, wichtige Impulse für zukünftige Projekte gegeben und neue Initiativen auf den Weg gebracht.

„Damit haben sich unsere Beziehungen auf Forschungs- und Bildungsebene spürbar intensiviert. Wir haben zahlreiche Entwicklungen angestoßen, die weit über dieses Wissenschaftsjahr hinaus reichen“, erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Damit zog sie eine positive Bilanz, gerade im Hinblick auf die Strategie, das Wissenschaftsjahr auf die vier Schwerpunkte Nachwuchswissenschaftler, Berufsbildung, Spitzenforschung und Innovation zu fokussieren.

Die Bilanz im Einzelnen:

Nachwuchswissenschaftler:
Die Zusammenarbeit junger Forscher wurde durch gemeinsame Vorlesungen, Workshops und Arbeitstreffen gefördert. Die Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlern wird eine wichtige Grundlage der bilateralen Kooperationen sein. „Der ständige Dialog zwischen deutschen und russischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern wird unsere Zusammenarbeit vertiefen. Ich freue mich, dass dieses gemeinsame Anliegen einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist“, betonte Schavan. Hierbei engagierten sich vor allem die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina mit der Jungen Akademie und der Council of Young Scientists der Russischen Akademie der Wissenschaften. So wurden im Russian-German Young Researchers Cooperation Forum im Dezember 2011 in Moskau erstmalig Möglichkeiten zur Intensivierung wissenschaftlicher Kooperationen des wissenschaftlichen Nachwuchses diskutiert und mit einem Memorandum der Weg für weitere bilaterale Forschungsprojekte vorgezeichnet.
Berufliche Aus- und Weiterbildung:
Erstmals trafen sich in einer großen Berufsbildungskonferenz im russischen Kaluga Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler aus beiden Ländern. Alle Beteiligten unterstrichen die Bedeutung deutsch-russischer Pilotprojekte in der Berufsbildung und beschlossen, die Beratungsergebnisse in die bilateralen Regierungskonsultationen einzubringen. Das BMBF und sein russisches Partnerministerium MON werden eine gemeinsame Arbeitsgruppe einrichten, um die Kooperationen in der Berufsbildung zu begleiten. Dazu gehören der russische Bildungsreformprozess, durch den unter anderem die Berufsbildung praxisnäher werden soll; die Abstimmung neuer Berufsbildungsstandards, insbesondere in der russischen Automobilindustrie; und die Unterstützung deutscher Unternehmen, die als Bildungsdienstleister Fortbildungen in Russland anbieten, zum Beispiel im Energieeffizienzbereich.
Spitzenforschung:
Zur Stärkung der gemeinsamen Spitzenforschung wurden im Rahmen des Wissenschaftsjahres die gegenseitige Öffnung und die Neugründung gemeinsamer Forschungsstrukturen vorangetrieben und die gemeinsame Projektförderung beider Ministerien ausgebaut. Beispielsweise sollen internationale Graduiertenkollegs eingerichtet werden. Die heute schon exzellente deutsch-russische Spitzenforschung auf dem Feld der Informationstechnologie, etwa im Rahmen der Großprojekte XFEL (Europäischer Röntgenlaser in Hamburg) und FAIR (Internationales Beschleunigerzentrum in Darmstadt) wird durch Vereinbarungen zum Thema Höchstleistungsrechner noch einmal deutlich intensiviert. So unterzeichneten heute Vertreter der beiden Helmholtz-Zentren DESY/XFEL und Forschungszentrum Jülich und des Moskauer Kurchatov-Instituts sowie von T-Platforms, einem führenden russischen Anbieter von Systemen, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich des Höchstleistungsrechnens, ein Kooperationsabkommen. Dabei geht es insbesondere um Zugang, Management, Speicherung und Analyse großer Datenmengen.
Innovation:
Im Wissenschaftsjahr wurden deutsch-russische Partnerschaften konzipiert und Pilotmaßnahmen gestartet. Es fanden zwei deutsch-russische Innovationskonferenzen statt. Mit der vierten gemeinsamen Bekanntmachung des BMBF und des Russischen Fonds für die Unterstützung kleiner innovativer Unternehmen (FASIE) wurde die bewährte bilaterale Förderung angewandter Forschung russischer und deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) fortgesetzt. Im März diesen Jahres tagte der russisch und international hochkarätig besetzte wissenschaftliche Beirat der Skolkovo-Stiftung in Berlin und besuchte den Wissenschafts- und Technologiepark Berlin-Adlershof, den Gesundheitsstandort Berlin-Buch und die TU Berlin. Mit der TU hat er eine Absichtserklärung für eine enge Zusammenarbeit mit der Forschungsstadt Skolkovo unterzeichnet, die bis 2015 vor den Toren Moskaus entsteht. Dort sollen Grundlagenforschung und angewandte Forschung zusammengeführt werden und russische und ausländische Wissenschaftler gemeinsam forschen und lehren.
Weitere Informationen zum deutsch-russischen Wissenschaftsjahr finden Sie unter:
http://www.deutsch-russisches-wissenschaftsjahr.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.deutsch-russisches-wissenschaftsjahr.de
http://www.bmbf.de/press/3283.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie